Rostocks HIV-Versorgung bricht weg – wer fängt die Betroffenen jetzt auf?
Minister: Einer von fünf HIV-Infizierten weiß nichts davon - Rostocks HIV-Versorgung bricht weg – wer fängt die Betroffenen jetzt auf?
HIV- und Sexualgesundheitsdienste in Rostock stehen vor wachsenden Herausforderungen nach Schließungen und Personalmangel
Nach der Schließung wichtiger Einrichtungen und angesichts von Personalengpässen sehen sich die HIV- und Sexualgesundheitsdienste in Rostock mit zunehmenden Problemen konfrontiert. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) stellte zu Beginn des Jahres 2026 seine HIV- und Geschlechtskrankheiten-Ambulanz ein – eine Entscheidung, die Lücken in der Testung und Betreuung hinterließ. Seither ist die Nachfrage nach den verbleibenden Angeboten stark angestiegen und setzt lokale Träger unter Druck.
Anfang 2026 schloss das LAGuS in Rostock seine spezialisierte HIV- und Geschlechtskrankheiten-Sprechstunde. Dieser Schritt folgte auf operative Störungen innerhalb der städtischen Gesundheitsbehörde, die zuvor für Tests und Beratungsleistungen zuständig gewesen war. Seitdem wurde öffentlich keine verantwortliche Person benannt, die diese Aufgaben überwacht.
Die Schließung hat erhebliche Versorgungslücken in der HIV-Beratung und -Testung in der Stadt geschaffen. Daten aus dem Jahr 2024 zeigen, dass in Mecklenburg-Vorpommern 60 neue HIV-Infektionen registriert wurden, zudem gab es fünf AIDS-bedingte Todesfälle. Gesundheitsexperten schätzen, dass etwa jede fünfte mit HIV lebende Person in der Region undiagnostiziert bleibt.
Da öffentliche Angebote knapp sind, verzeichnet das Zentrum für Sexuelle Gesundheit in Rostock – getragen von einer lokalen AIDS-Hilfe-Organisation – einen deutlichen Anstieg der Nachfrage. Das Zentrum bietet weiterhin Sexualaufklärung, Beratung und Unterstützung an, doch die Ressourcen sind überlastet. Die Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) betont die Bedeutung einer frühen Diagnose und weist darauf hin, dass eine rechtzeitige Behandlung es Patient:innen ermöglicht, eine normale Lebenserwartung zu erreichen.
Drese fordert dringende Maßnahmen, um den Personalbestand im Rostocker Gesundheitsamt wieder aufzubauen. Eine vollständige Wiederherstellung der Kapazitäten würde der Stadt ermöglichen, ihre Rolle in der HIV-Prävention und -Versorgung wieder aufzunehmen. Zudem unterstreicht sie die Notwendigkeit, die Zahl der undiagnostizierten Fälle zu verringern, da diese neue Ansteckungen und den Übergang zu AIDS begünstigen.
Die Schließung der Haupt-Anlaufstelle für HIV in Rostock hat viele Bürger:innen ohne einfachen Zugang zu Tests und Beratung zurückgelassen. Zwar schließt das Zentrum für Sexuelle Gesundheit teilweise diese Lücke, doch warnen Behörden, dass Personalmangel und steigende Nachfrage kritische Maßnahmen verzögern könnten. Mit ihrem Vorstoß für die Wiederherstellung der Dienste will Ministerin Drese undiagnostizierte Infektionen eindämmen und die langfristigen Gesundheitsperspektiven verbessern.
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