18 March 2026, 04:27

Patt nach Landtagswahl: Baden-Württemberg zwischen Grünen und CDU gespalten

Großes Gebäude mit vielen Fenstern, beschriftet mit 'Stadtbahnhof', umgeben von Bäumen, Straßenmöbeln, Fahrzeugen, Fußgängern und Werbetafeln unter einem bewölkten Himmel.

Grüne bestätigen Fraktionsvorsitz im Landtag - Patt nach Landtagswahl: Baden-Württemberg zwischen Grünen und CDU gespalten

Baden-Württemberg steht nach der Landtagswahl am 8. März 2026 vor politischer Unsicherheit. Die Grünen errangen mit 30,2 Prozent der Stimmen einen hauchdünnen Sieg – knapp vor der CDU, die auf 29,7 Prozent kam. Beide Parteien stellen nun je 56 Abgeordnete im 157 Sitze zählenden Landtag. Ohne klare Mehrheit haben die Koalitionsverhandlungen begonnen, wobei die SPD als einziger realistischer Partner für beide Seiten gilt.

Die Wahl endete mit einem Patt zwischen Grünen und CDU, das beide zum Kompromiss zwingt. Keine der Parteien kann allein regieren, und die rechtspopulistische AfD, die mit 18,8 Prozent und 35 Sitzen drittstärkste Kraft wurde, bleibt isoliert – die CDU hat eine Zusammenarbeit bereits ausgeschlossen. Die SPD, die über 10 Mandate verfügt, ist damit der einzige mögliche Verbündete für eine stabile Regierung.

Erste Streitpunkte sind bereits erkennbar: Während die Grünen Klimaschutz und Umweltpolitik priorisieren, setzt die CDU auf Wirtschaftswachstum und innere Sicherheit. Auch die Haushaltsverteilung und die Besetzung von Ministerposten werfen Fragen auf. Zehn Tage nach der Wahl halten sich beide Seiten jedoch mit konkreten Verhandlungspositionen zurück.

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Unterdessen haben die Grünen ihre Führungsriege bestätigt. Andreas Schwarz bleibt vorerst Fraktionsvorsitzender; seine offizielle Wiederwahl ist für Mai geplant. Cem Özdemir, der als künftiger Ministerpräsident gehandelt wird, ist vorläufig in den Parteivorstand aufgenommen worden. Beide Seiten räumen ein, dass die Wiederbelebung ihrer früheren Koalition der einzig gangbare Weg ist.

Die Pattsituation lässt Baden-Württemberg bis zu einer Einigung in der Schwebe. Die Gespräche werden sich voraussichtlich darauf konzentrieren, Umweltziele mit wirtschaftlichen Interessen in Einklang zu bringen – ein Zeitplan für eine Lösung steht jedoch noch aus.

Grüne und CDU müssen nun ihre Differenzen überwinden, um eine Regierung zu bilden. Eine erneute Koalition würde Kompromisse in Sachen Politik, Haushalt und Personalien erfordern. Bis dahin bleibt die politische Ausrichtung des Landes ungewiss.

Quelle