18 March 2026, 16:29

Baden-Württemberg belohnt E-Auto-Fahrer für intelligentes Laden im Alltagstest

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenender Infrastruktur und einer Brücke im Hintergrund.

Baden-Württemberg belohnt E-Auto-Fahrer für intelligentes Laden im Alltagstest

Neues Feldprojekt in Baden-Württemberg belohnt E-Auto-Fahrer für flexibles Laden

In Baden-Württemberg startet ein innovatives Feldprojekt, das Besitzer privater Elektrofahrzeuge (E-Autos) finanziell für flexibles Laden belohnt. Unter dem Namen LadeFlexBW soll das Vorhaben den Beitrag der E-Mobilität zur Energiewende untersuchen – und zwar durch die Erschließung von Netzflexibilität im kleinen Maßstab. Teilnehmer können so Zusatzeinnahmen erzielen, ohne ihren Stromanbieter zu wechseln oder ihre Ladegewohnheiten grundlegend umstellen zu müssen.

Anders als bei anderen Modellen setzt die Initiative auf die bestehende Energieinfrastruktur: Intelligente Zähler oder Änderungen der Stromtarife sind nicht erforderlich. Stattdessen wird die Flexibilität unabhängig vom Strombezug vermarktet und schafft so eine eigenständige Einnahmequelle für die Fahrer.

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Dominique Gross, Geschäftsführerin von Intelligent Energy System Services (IE2S), erläutert, dass das Projekt ein Modell erprobt, bei dem E-Auto-Besitzer für die Anpassung ihrer Ladezeiten entlohnt werden. Der Ansatz sei freiwillig und garantiere, dass die Fahrer keinen Komfortverlust hinnehmen müssten. Zudem sei das System so konzipiert, dass es sich problemlos auf Zehntausende Fahrzeuge ausweiten lasse.

Oliver Strangfeld, Mitglied des Vorstands bei TransnetBW, betont die Bedeutung von Praxistests: "Projekte wie LadeFlexBW helfen uns, schneller von kleinen Pilotversuchen zu einer breiten Anwendung überzugehen." Die gewonnenen Erkenntnisse dürften künftig die Gestaltung von Strompreisen, Netzentgelten und digitalen Mobilitätsdienstleistungen prägen.

Das Projekt nutzt das bestehende Standardlastprofil (SLP) und zeigt damit, wie sich das Laden von E-Autos besser an die Netzanforderungen anpassen lässt – ohne den Prozess für die Nutzer zu verkomplizieren.

LadeFlexBW könnte maßgeblich beeinflussen, wie sich E-Mobilität und erneuerbare Energien in Deutschland verzahnen. Die Ergebnisse könnten neue regulatorische Modelle und verbesserte Strategien für die Nachfragesteuerung in ganz Europa anstoßen. Derzeit liegt der Fokus jedoch darauf, zu beweisen, dass Flexibilität im kleinen Rahmen auch unter Alltagsbedingungen funktioniert.

Quelle