Brandenburgs neuer Finanzminister Keller will Haushaltskrise ohne harte Sparmaßnahmen lösen
Nadeschda PärtzeltFinanzminister spricht nicht zu früh über Sparmaßnahmen - Brandenburgs neuer Finanzminister Keller will Haushaltskrise ohne harte Sparmaßnahmen lösen
Daniel Keller übernimmt das Amt des neuen Finanzministers in Brandenburg zu einer Zeit massiver finanzieller Belastungen. Das Land steht vor Milliardendefiziten, die die SPD/CDU-Koalition zu drastischen Ausgabenkürzungen zwingen. Kellers erste Priorität ist es, die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen – ohne jedoch sofort ein striktes Sparprogramm einzuleiten.
Mit seinem starken mathematischen Hintergrund bringt Keller eine analytische Herangehensweise in die Finanzpolitik ein, die ihm bei der Bewältigung der Haushaltskrise helfen soll. Sein vorrangiges Ziel ist es, das Wachstum der Ausgaben zu begrenzen, statt abrupt zu kürzen. Trotz der angespannten Lage schließt er vorerst harte Sparmaßnahmen aus.
Im Koalitionsvertrag ist eine schrittweise Reduzierung der Personalkosten um fünf Prozent bis 2028 vorgesehen. Tausende Stellen in der Landesverwaltung sollen abgebaut werden, während Polizei, Gerichte, Schulen und Finanzämter verschont bleiben. Wie viele Beamte konkret betroffen sein werden, steht noch nicht fest.
Die genauen Kürzungen werden im Haushalt 2027–2028 festgelegt, der derzeit erarbeitet wird. Die Regierung will die drohenden Defizite abfedern, ohne die Versorgung mit wichtigen öffentlichen Dienstleistungen zu gefährden.
Die geplanten Einsparungen sollen die Personalkosten in den nächsten vier Jahren um fünf Prozent senken. Der Haushaltsentwurf für 2027–2028 wird die konkreten Maßnahmen festhalten. Kellers Strategie setzt auf eine stetige Konsolidierung der Finanzen – statt auf plötzliche Ausgabenstopp.






