17 March 2026, 14:28

Neuer Eklat in der Linkspartei: Gysis Äußerungen entfachen Antisemitismus-Debatte

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei männlichen Personen auf einem Sofa mit Text.

Gysi bekommt scharfe Kritik von migrantischen Linksautonen - Neuer Eklat in der Linkspartei: Gysis Äußerungen entfachen Antisemitismus-Debatte

In der Linkspartei ist ein neuer Streit über Antisemitismus ausgebrochen. Auslöser war eine Äußerung des früheren Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi über Migrationsmitglieder und deren Haltung zu Israel. Seine Aussagen zogen scharfe Kritik von der migrationspolitischen Arbeitsgruppe der Partei auf sich.

Der Konflikt folgt auf den kürzlichen Austritt des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten aus der Partei, der mit einem umstrittenen Antrag zu Israel zusammenhing.

In einem Interview mit Focus deutete Gysi an, dass einige Parteimitglieder mit "bestimmten Migrationshintergründen" eine Haltung zu Israel verträten, die "teilweise falsch" sei. Er verband diese Perspektiven mit dem, was er als ein "angeblich wachsendes Antisemitismusproblem" in der Partei bezeichnete. Seine Äußerungen lösten umgehend Gegenreaktionen aus.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Migration und Linke (Migrantische Linke) warf Gysi vor, "rassistische Narrative" zu verbreiten. In einem Brief an ihn argumentierten sie, seine Aussagen würden Migrantinnen und Migranten unfair pauschal unter Generalverdacht stellen und die historischen Wurzeln des Antisemitismus in Europa ignorieren. Die Gruppe betonte, Antisemitismus sei kein Problem einer einzelnen Gemeinschaft, sondern ein "gesellschaftsweites Phänomen".

Parteivorsitzender Jan van Aken erkannte zwar an, dass Antisemitismus ein gesamtgesellschaftliches Problem sei, sprach aber von einem Missverständnis. Er forderte ein Treffen der Beteiligten und rief zu einer öffentlichen Entschuldigung auf, um die Spannungen zu entschärfen.

Der aktuelle Konflikt ist Teil einer langjährigen Spaltung in der Linkspartei über ihre Haltung zu Israel und dem Gaza-Krieg. Erst diese Woche hatte Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter, Andreas Büttner, die Partei verlassen. Sein Rücktritt folgte auf einen Antrag, der den "real existierenden Zionismus von heute" verurteilte und der israelischen Regierung "Völkermord" und "Apartheid" vorwarf.

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Die Auseinandersetzung offenbart tiefe Gräben in der Linkspartei beim Thema Antisemitismus und ihrer Israel-Politik. Gysis Äußerungen haben die interne Kritik verschärft, während der Rückzug einer führenden Persönlichkeit die anhaltenden Folgen der jüngsten Parteibeschlüsse unterstreicht. Der Aufruf zu einem Gespräch und einer Entschuldigung deutet auf Versuche hin, die wachsende Zerrissenheit einzudämmen.

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