Demokratien unter Druck: Wie Krisen und Autokratien die Gesellschaften spalten
Demokratien unter Druck: Wie Krisen und Autokratien die Gesellschaften spalten
Politische Führungskräfte und Wissenschaftler:innen trafen sich beim Neujahrsempfang in Wiesbaden, um über die wachsende Belastung von Demokratien weltweit zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen anhaltende globale Krisen, der Aufstieg autokratischer Systeme und die sich vertiefenden Spaltungen innerhalb der Gesellschaften. Zu den Redner:innen zählten Professorin Nicole Deitelhoff und Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, die Einblicke in die Herausforderungen für die politische Steuerung auf internationaler und lokaler Ebene gaben.
Professorin Nicole Deitelhoff eröffnete die Debatte mit der Beschreibung eines wirtschaftlichen Wandels, bei dem der Freihandel schrumpft, während globale Abhängigkeiten gleichzeitig zunehmen. Sie warnte, dass dieser Trend soziale Spannungen schüre und das Vertrauen in Institutionen untergrabe. Ihre Ausführungen wiesen zudem auf eine besorgniserregende Realität hin: Autokratien übertreffen mittlerweile zahlenmäßig die Demokratien, und internationale Normen verlieren an Einfluss. Wenn mächtige Staaten Gewalt über Regeln stellen, übernähmen andere schnell dasselbe Vorgehen, argumentierte sie.
Deitelhoff betonte, dass Krisen eine Eigendynamik entwickeln, die Polarisierung vorantreibt und das öffentliche Vertrauen aushöhlt. Ihre Beobachtungen spiegelten die Sorge wider, dass demokratische Systeme unter anhaltendem Druck langfristig an Widerstandsfähigkeit verlieren. Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister von Wiesbaden, lenkte den Fokus auf lokale Lösungsansätze. Er argumentierte, dass Kommunen einer der wenigen politischen Räume seien, in denen durch direkte Interaktion noch Vertrauen entsteht. Der Ausbau ehrenamtlicher Netzwerke, der Schutz kritischer Infrastruktur und bezahlbarer Wohnraum seien entscheidend, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, so Mende. Sein Plädoyer für bürgerschaftliches Engagement bildete einen Kontrast zu den übergeordneten, abstrakteren Herausforderungen, die Deitelhoff skizziert hatte.
Unterdessen wird Professorin Uta Ruppert von der Goethe-Universität Frankfurt die Diskussion beim Berliner Neujahrsempfang an diesem Wochenende fortsetzen. Ihre geplanten Ausführungen werden ähnliche Themen behandeln: die Hartnäckigkeit von Krisen, den globalen Aufstieg des Autoritarismus und die wachsenden gesellschaftlichen Gräben.
Der Empfang in Wiesbaden unterstrich die Fragilität demokratischer Systeme in einer Zeit sich verschärfender Krisen. Während der globale Handel zurückgeht und Autokratien an Einfluss gewinnen, setzen lokale Verantwortliche wie Mende auf Widerstandsfähigkeit auf kommunaler Ebene. Die Debatten zeigen, wie dringend es ist, sowohl die Verschiebungen internationaler Machtverhältnisse als auch das alltägliche Vertrauen, das Gesellschaften zusammenhält, anzugehen.
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