Bielefeld startet Großoffensive für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Nadeschda PärtzeltBielefeld startet Großoffensive für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Die Bielefelder Polizei hat eine neue Verkehrssicherheitskampagne gestartet, um Radfahrer und E-Scooter-Fahrer besser zu schützen. Die Initiative Sicher.Mobil.Leben – Zweiradfahrer im Fokus zielt darauf ab, Unfälle mit besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern durch strengere Kontrollen und öffentliche Aufklärung zu reduzieren.
Anlass für die Kampagne sind alarmierende Statistiken: Im Jahr 2025 machten ungeschützte Zweiradfahrer 51,3 Prozent aller Verkehrsverletzten aus – ein Anstieg um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind Kinder und junge Fahrer. Allein die Zahl der E-Scooter-Unfälle stieg um 82,35 Prozent, vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen.
Die Polizei konzentriert sich dabei auf besonders gefährdete Bereiche wie Schulen, Kindergärten und Unfallschwerpunkte. Zwischen 7:00 und 20:00 Uhr achten Beamte auf die Einhaltung von Sicherheitsabständen, korrektes Abbiegen und die vorgeschriebene Ausstattung. Gleichzeitig werden riskante Verhaltensweisen wie die Nutzung von Smartphones oder das Tragen von Noise-Cancelling-Kopfhörern während der Fahrt unterbunden.
Ziel ist es, die Vision Zero voranzutreiben – eine Zukunft ohne Verkehrstote. Die Behörden betonen, dass gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Autofahrern und Zweiradfahrern entscheidend ist, um Kollisionen und schwere Verletzungen zu vermeiden.
Die Kampagne verbindet strengere Kontrollen mit Aufklärungsarbeit, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Durch die gezielte Ansprache von Risikogruppen und gefährlichem Verhalten hofft die Polizei, die Unfallzahlen bei Radfahrern und E-Scooter-Fahrern zu senken. Die Kontrollen werden insbesondere in Gebieten fortgesetzt, in denen gefährdete Verkehrsteilnehmer den größten Risiken ausgesetzt sind.






