17 March 2026, 16:36

Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für die Rückkehr der Antike

Außenansicht des Deutschen Museums in Berlin, das ein großes Gebäude mit Glasfenstern, Säulen und einer Namensplakette zeigt, zusammen mit einer Informationsanzeigetafel, sowie anderen Gebäuden, Bäumen und dem Himmel im Hintergrund.

Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für die Rückkehr der Antike

Augsburg rückt näher an die Eröffnung eines neuen Römermuseums

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Nach Jahren der Planung kommt Augsburg der Eröffnung eines neuen Römermuseums einen Schritt näher. Die Stadt, einst eine bedeutende römische Siedlung namens Augusta Vindelicum, hat von der bayerischen Staatsregierung einen Förderbescheid über 30 Millionen Euro erhalten. Das Projekt soll das Interesse an der antiken Vergangenheit der Region wiederbeleben – das letzte Museum dieser Art war 2012 aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

Das ursprüngliche Römermuseum hatte vor über einem Jahrzehnt wegen baulicher Mängel seine Türen schließen müssen. Seither setzen sich Verantwortliche und Historiker für einen Neubau ein, um Augsburgs reiches römisches Erbe angemessen präsentieren zu können. Die Stadt war einst Hauptstadt der römischen Provinz Raetien und beherbergt bis heute bedeutende archäologische Funde.

Eine der bemerkenswertesten Entdeckungen ist ein seltenes Mosaik aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr., das 1986/87 bei Ausgrabungen im Stephansgarten freigelegt wurde. Die Stätte enthüllte ein römisches Gebäude mit Wandmalereien, Stuckarbeiten, Marmorverkleidungen und einer Fußbodenheizung in der Nähe des alten Forums. Das restaurierte Mosaik wird nun Teil der Sammlung des neuen Museums sein.

Das geplante Museum entsteht auf einem staatseigenen Grundstück in der Karmelitengasse, dem ehemaligen Gefängnisareal. Es wird zudem an die Landesausstellung "Römisches Bayern" angebunden, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird. Die Gesamtkosten werden auf 60 Millionen Euro geschätzt; der Stadtrat muss die finalen Pläne noch absegnen. Bei reibungslosem Ablauf könnte das Museum 2033 eröffnet werden.

Das neue Haus wird Exponate wie das Mosaik aus dem Stephansgarten und weitere Funde aus Augusta Vindelicum beherbergen. Zudem stärkt es die Verbindung zu den archäologischen Ausstellungen in München. Nach Jahren ohne eigenen Ausstellungsort erhält Augsburgs römische Geschichte damit endlich wieder eine dauerhafte Heimat.

Quelle