24 March 2026, 16:29

AfD vom Brandenburgischen Zukunftstag 2026 ausgeschlossen – wegen Rechtsextremismus-Vorwurfs

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild an Gebäuden, Bäumen und Himmel vorbei.

AfD vom Brandenburgischen Zukunftstag 2026 ausgeschlossen – wegen Rechtsextremismus-Vorwurfs

Brandenburgs Bildungsministerium schließt AfD-Landesfraktion vom Zukunftstag 2026 aus

Das Bildungsministerium Brandenburgs hat der AfD-Fraktion im Landtag die Teilnahme am Zukunftstag 2026 untersagt. Die Entscheidung folgt auf die Einstufung der Partei als gesichert rechtsextremistische Bestrebung durch den Verfassungsschutz des Landes. Fast 1.000 Praktikumsplätze stehen Schülerinnen und Schülern im gesamten Bundesland weiterhin zur Verfügung, wobei sich Anbieter über eine Online-Plattform registrieren können.

Die AfD-Fraktion war zunächst in der Liste der teilnehmenden Einrichtungen für den diesjährigen Zukunftstag aufgeführt gewesen. Ihr Eintrag wurde jedoch kurz darauf wieder entfernt. Die Partei behauptet, sich zweimal angemeldet zu haben, beide Male jedoch gelöscht worden zu sein, und bezeichnet den Ausschluss als ungerechtfertigt.

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Die Begründung des Ministeriums stützt sich auf die aktuelle Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistische Organisation. Dieser Status wurde erstmals vom brandenburgischen Verfassungsschutz vorgenommen und hat sich seit dem letzten Zukunftstag 2025 nicht geändert. Damals galt die AfD noch als Verdachtsfall, was ihre Teilnahme noch ermöglicht hatte.

Die AfD-Fraktion hat inzwischen Klage gegen ihre Einstufung als rechtsextrem eingereicht. Zudem prüft sie weitere rechtliche Schritte gegen den Ausschluss von der Berufsorientierungsveranstaltung. Das Bildungsministerium hingegen betont, die Entscheidung sei rechtmäßig und bereits zweimal von den Verwaltungsgerichten bestätigt worden.

Der Zukunftstag selbst ist eine jährliche Initiative für Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse. Er bietet eintägige Praktika an, um jungen Menschen Einblicke in mögliche Berufsfelder zu ermöglichen. Während die AfD weiterhin ausgeschlossen bleibt, können sich andere Anbieter weiterhin über das Online-System der Veranstaltung registrieren.

Durch den Ausschluss der AfD wird die Partei im Rahmen des Zukunftstags 2026 keine Praktikumsplätze anbieten. Die rechtlichen Auseinandersetzungen gegen sowohl die Extremismus-Einstufung als auch die Entscheidung des Ministeriums laufen derweil weiter. Aktuell stehen den Schülerinnen und Schülern in Brandenburg fast 1.000 Möglichkeiten zur Berufsorientierung zur Verfügung.

Quelle