23 June 2026, 18:31

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich die Hochschulzulassung verändert

Zugangsbeschränkungen an Universitäten nehmen weiter ab

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich die Hochschulzulassung verändert

Mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen werden im Wintersemester 2026/27 ohne Zugangsbeschränkungen angeboten. Dies stellt eine bemerkenswerte Entwicklung dar, da derzeit nur noch 31,6 Prozent der Studienprogramme bestimmte Noten für die Zulassung vorgeben. Vor einem Jahrzehnt hatten noch fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge solche Anforderungen.

Der Anteil der zulassungsfreien Studiengänge steigt kontinuierlich. Aktuell nehmen sieben von zehn grundständigen Studiengängen Studierende unabhängig von ihren Schulabschlussnoten auf. Diese Veränderung spiegelt einen größeren Trend wider, der auf die Absenkung von Zulassungshürden abzielt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Regionale Unterschiede bleiben jedoch beträchtlich. Berlin verzeichnet mit 53,5 Prozent den höchsten Anteil an Studiengängen mit Zulassungsbeschränkungen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 46,2 Prozent. Demgegenüber bieten Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz den größten offenen Zugang – hier schreiben weniger als jeder fünfte Studiengang Zulassungsgrenzen vor.

Hamburg verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen: Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil von 62,4 auf 37,6 Prozent. Bundesweit ging der Anteil der Studienprogramme mit Zugangsbeschränkungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte zurück.

Die Entwicklung bedeutet, dass die meisten Studierenden künftig auf weniger Hindernisse bei der Hochschulbewerbung stoßen werden. Zulassungsfreie Studiengänge dominieren mittlerweile – besonders in einigen Bundesländern. Der Trend deutet auf eine wachsende Betonung der Bildungszugänglichkeit im deutschen Hochschulsystem hin.

Quelle