28 March 2026, 20:33

Wohneigentum in Deutschland wird durch Steuern und Vorschriften immer teurer – wer kann sich das noch leisten?

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von strukturellen Plänen und Text.

Wohneigentum in Deutschland wird durch Steuern und Vorschriften immer teurer – wer kann sich das noch leisten?

Wohneigentum in Deutschland wird durch steigende Steuern, Gebühren und strenge Vorschriften immer teurer. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), schlägt nun sogar noch höhere Abgaben auf Immobilien vor – was die finanzielle Belastung für Käufer und Eigentümer weiter verschärft. Zwischen hohen Grunderwerbsteuern, reformbedingten Kostensteigerungen und zusätzlichen Kaufnebenkosten wird es für viele immer schwieriger, sich Wohneigentum zu leisten.

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Die finanzielle Last beginnt bereits lange vor dem Eigentumswechsel. Käufer müssen Maklerprovisionen, Notarkosten und Grunderwerbsteuern stemmen – in einigen Bundesländern fallen bis zu 6,5 Prozent an. Nach dem Kauf folgen dann Hypothekenbedingungen, die die Gesamtkosten auf das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises treiben können. Gleichzeitig bleibt Mieten stark staatlich subventioniert, was den Erwerb von Wohneigentum noch unattraktiver macht.

Strenge Bauvorschriften und eine zunehmende Besteuerung von Immobilien als Einnahmequelle des Staates treiben die Kosten weiter in die Höhe. Die Grundsteuerreform 2025 hat die Belastung neu geordnet: Die Bewertung basiert nun auf den Marktpreisen von 2022. In begehrten Regionen wie Berlin und Baden-Württemberg steigen die Abgaben stark an – die jährliche Steuer kann dort über 1.500 Euro betragen –, während andere Bundesländer Entlastungen erfahren. Die ersten Zahlungen nach dem neuen System sind im Februar 2025 fällig.

Fratzschers jüngste Vorschläge sehen vor, auch die Wertsteigerung von Grundstücken zu besteuern – selbst wenn diese nur auf Währungsverfall und nicht auf reale Gewinne zurückzuführen ist. Zusammen mit den im internationalen Vergleich schwerer zugänglichen Hypotheken drohen diese Maßnahmen, Wohneigentum für immer mehr Menschen in Deutschland unerschwinglich zu machen.

Die Änderungen bedeuten höhere Anfangskosten, langfristig steigende Belastungen und ein sich wandelndes Steuersystem für Immobilienbesitzer. Durch die Reform 2025 verstärken sich die regionalen Unterschiede: Einige zahlen deutlich mehr, andere profitieren von leichten Entlastungen. Insgesamt entwickelt sich der Markt zu einem Umfeld, in dem der Traum vom Eigenheim für viele in immer weitere Ferne rückt.

Quelle