08 April 2026, 02:26

Wie Nils von der Kall die Zeit in eine ungewisse Medienzukunft führt

Zeitung mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" darauf, vor schwarzem Hintergrund.

Wie Nils von der Kall die Zeit in eine ungewisse Medienzukunft führt

Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit von Rainer Esser, der das Blatt über viele Jahre hinweg geprägt hatte. Unter seiner Führung hat die Zeitung eine Rekordzahl an Abonnements erreicht. Nun steckt er den Kurs für die Zukunft des Mediums über das Jahr 2030 hinaus ab.

Von der Kall trat sein Amt in einer Phase des Umbruchs in der Medienbranche an. Er hat deutlich gemacht, dass ein "Weiter so" keine Option mehr ist, und verweist auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Der schwächelnde Werbemarkt verschärft den Druck und zwingt Verlage, ihre Strategien grundlegend zu überdenken.

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Sein Ansatz sieht eine umfassende Überprüfung der Kerngeschäftsbereiche der Zeit vor. Statt sich an alten Modellen zu orientieren, will er eigene Schwerpunkte setzen. Dazu gehört auch die Anpassung an eine Branche, in der hochwertiger Journalismus langfristig nur durch Wandel Bestand haben kann.

Über die internen Veränderungen hinaus beobachtet von der Kall einen branchenweiten Trend: Immer mehr Verlage erkennen, dass sie sich weiterentwickeln müssen, um Journalismus in einem sich rasant verändernden Umfeld zukunftsfähig zu machen. Sein Ziel ist es, die Zeit an die Spitze dieser Bewegung zu führen.

Mit den Abonnementzahlen auf einem historischen Höchststand hat von der Kalls Führung in der Anfangsphase überzeugt. Seine Strategie zielt auf langfristige Stabilität ab – nicht auf kurzfristige Lösungen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob seine Vision die anstehenden Herausforderungen meistern kann.

Quelle