03 May 2026, 04:29

Wie ein ehemaliges Militärgelände zum einzigartigen Naturschutzgebiet wurde

Zwei Feuerwehrleute mit Helmen sprühen Wasser auf ein Buschfeuer in einem bewaldeten Gebiet mit Holzstämmen auf dem Boden und Bäumen im Hintergrund.

Wie ein ehemaliges Militärgelände zum einzigartigen Naturschutzgebiet wurde

Ein ehemaliges Militärgelände bei Jüterbog ist zu einem einzigartigen Naturschutzgebiet geworden, das Artenschutz und Waldbrandprävention verbindet. Das 9.300 Hektar große Areal, bekannt als Altes Lager, beherbergt seltene Tierarten, birgt aber auch Risiken durch nicht explodierte Munition, die unter Wäldern und Heideflächen vergraben liegt. Die Behörden haben nun spezielle Maßnahmen eingeführt, um das Gebiet vor Waldbränden zu schützen und gleichzeitig die Sicherheit von Einsatzkräften zu gewährleisten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg verwaltete Alte Lager umfasst Wälder, Sanddünen und offene Heideflächen. Hier leben bedrohte Arten wie Fischotter, Bechsteinfledermäuse und Wiedehöpfe. Doch die militärische Vergangenheit des Geländes bedeutet, dass noch immer blindgängerartige Kampmittel im Boden lauern – was direkte Löscharbeiten gefährlich macht.

Um die Brandgefahr einzudämmen, wurde ein Netz aus Brandschneisen durch das Schutzgebiet angelegt. Diese Korridore, zwischen zehn und fünfzig Meter breit, sind von Sprengstoffen befreit und werden regelmäßig gepflegt. Einige sind mit Sand gefüllt – sogenannte „Wundstreifen“ –, die Brände auf natürliche Weise zum Erlöschen bringen, bevor sie sich weiter ausbreiten.

Auch der Zugang für Feuerwehrleute wurde verbessert. Breite Löschwege durchziehen nun das Gebiet, und strategisch platzierte Wasserentnahmestellen ermöglichen einen schnellen Einsatz. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass Einsatzteams selbst in abgelegenen Bereichen rasche Hilfe leisten können, ohne sich in gefährliche Zonen begeben zu müssen.

Die Kombination aus Brandschneisen, befahrbaren Wegen und Wasserversorgung soll großflächige Waldbrände im Alten Lager verhindern. Zwar bleibt das Schutzgebiet für herkömmliche Forstwirtschaft gesperrt, doch die Schutzmaßnahmen ermöglichen es der Tierwelt, sicher zu gedeihen. Gleichzeitig verringern sie die Risiken für Einsatzkräfte in einer Landschaft, die noch immer von ihrer militärischen Vergangenheit geprägt ist.

Quelle