15 May 2026, 22:33

Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter-Stahlwerk bis 2029 mit grünem Gas versorgen

Detailreiche Weltkarte-Poster, das geplante Öl- und Gas-Rohrleitungen zeigt, einschließlich Länder, Städte, Gewässer und Erläuterungstext.

Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter-Stahlwerk bis 2029 mit grünem Gas versorgen

Bis Ende 2029 soll eine neue Wasserstoff-Pipeline Wefensleben mit dem Stahlwerk von Salzgitter AG verbinden. Die 68 Kilometer lange Trasse wird durch Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter führen und ist Teil einer breiter angelegten Initiative für eine sauberere industrielle Produktion. Federführend bei dem Projekt ist die Ontras Gastransport GmbH, die damit die Herstellung von „grünem Stahl“ unter Einsatz von Wasserstoff statt Kohle unterstützen will.

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Die Pipeline bildet einen zentralen Abschnitt des Transformationsprogramms SALCOS, das darauf abzielt, die CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion deutlich zu reduzieren. Durch den Ersatz von Kohle durch Wasserstoff plant die Salzgitter AG, Stahl mit einem weitaus geringeren ökologischen Fußabdruck herzustellen. Die 80 Zentimeter durchmessende Leitung wird den Wasserstoff direkt ins Werk transportieren und so diesen Wandel ermöglichen.

Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, der Betrieb soll im Dezember 2029 aufgenommen werden. Ontras hat die benötigten Rohre bereits von Mannesmann, einer Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, beschafft. Derzeit wird die genaue Streckenführung durch die drei Landkreise finalisiert.

Bevor die Arbeiten starten, führt Ontras von Ende Juni bis Anfang August ökologische Untersuchungen durch. Dabei wird geprüft, ob entlang der geplanten Route Europäische Hamster vorkommen, um geschützte Tierarten nicht zu beeinträchtigen. Die Pipeline ist zudem Teil eines über 600 Kilometer langen Wasserstoffnetzes in Ost- und Mitteldeutschland. Rund 80 Prozent dieses Netzes entstehen durch die Umnutzung bestehender Gasleitungen, die restlichen 20 Prozent werden neu gebaut.

Nach der Fertigstellung wird die Pipeline einen der größten Stahlproduzenten Deutschlands mit Wasserstoff versorgen. Das Projekt fördert sowohl die Dekarbonisierung der Industrie als auch den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur. Die volle Inbetriebnahme ist bis Ende 2029 geplant – ein wichtiger Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion.

Quelle