Wärmepumpen dominieren Neubauten: Der große Heizungsumschwung in Deutschland
Brit PutzWärmepumpen dominieren Neubauten: Der große Heizungsumschwung in Deutschland
Heizungstrends in Deutschland verändern sich rasant
2022 setzten die meisten Bestandsgebäude in Deutschland noch auf Erdgas – doch bei Neubauten steigen Wärmepumpen und erneuerbare Energien zunehmend in der Beliebtheit. Die Entwicklung zeigt einen deutlichen Abschied von fossilen Brennstoffen in aktuellen Bauprojekten.
Im Jahr 2022 dominierte Erdgas die Heizsysteme in bestehenden Wohngebäuden: 53,9 % nutzten es als primäre Energiequelle. Erneuerbare Energien spielten mit einem Anteil von nur 10,2 % am gesamten Wohnungsbestand damals noch eine untergeordnete Rolle.
Doch bis 2025 hatte sich das Bild bei Neubauten grundlegend gewandelt: Wärmepumpen wurden zur ersten Wahl und versorgen nun 73,6 % aller neu errichteten Wohngebäude. Bei Einfamilienhäusern lag die Quote sogar bei 77,9 %, bei Zweifamilienhäusern bei 87,4 %. Selbst in Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohneinheiten setzen bereits 52,7 % auf Wärmepumpen als Hauptheizquelle.
Auch erneuerbare Energien gewinnen stark an Bedeutung. 2025 beziehen 78,2 % der Neubauten ihre Wärme primär aus regenerativen Quellen. Bei den in diesem Jahr genehmigten Projekten steigt der Anteil sogar auf 87,0 %. Erdgas hingegen ist stark zurückgegangen: Nur noch 10,5 % der Neubauten und lediglich 2,2 % der neu genehmigten Wohnprojekte setzen darauf.
Die Daten zeigen einen deutlichen Rückgang von Erdgas in Neubauten, das zunehmend durch Wärmepumpen und erneuerbare Energien ersetzt wird. Zwar hinkt der Bestandsbau noch hinterher, doch der Trend im Neubau deutet auf eine sauberere und nachhaltigere Zukunft der Wärmeversorgung in Deutschland hin.






