13 June 2026, 22:22

Warken will private Pflegeversicherung mit Steueranreizen stärken

Warken will private Pflegeversicherung steuerlich fördern

Warken will private Pflegeversicherung mit Steueranreizen stärken

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat sich für stärkere Anreize zur privaten Pflegeversicherung in Deutschland ausgesprochen. Damit will sie die wachsende Finanzierungslücke im gesetzlichen System schließen, die viele Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Familien mit hohen Eigenanteilen an den Pflegekosten belastet.

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt oft nur einen Teil der tatsächlichen Kosten – besonders in stationären Einrichtungen. Die Differenz zwingt viele dazu, für notwendige Leistungen zusätzlich in die eigene Tasche zu greifen.

Private Vorsorgeprodukte wie Pflegekostenversicherungen, Rentenpläne oder Tagegeldtarife existieren bereits, um diese Lücke zu überbrücken. Diese freiwilligen Angebote lassen sich individuell gestalten, wobei Beiträge und Leistungen je nach Anbieter und Bedarf variieren. Ihr Zweck ist es, die staatlichen Leistungen im Pflegefall zu ergänzen.

Warkens Reformvorschläge sehen vor, dass Versicherte Beiträge zur privaten Pflegeversicherung wie Altersvorsorge von der Steuer absetzen können. Die Ministerin betont, dass es darum gehe, die Belastung des nationalen Pflegesystems zu verringern – nicht aber, die Kosten auf die Kommunen abzuwälzen.

Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, private Pflegeversicherungen attraktiver zu machen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnten sie die finanzielle Belastung für Betroffene und das gesamte Pflegesystem verringern. Im Mittelpunkt steht weiterhin, die Kluft zwischen staatlicher Unterstützung und den tatsächlichen Pflegekosten zu schließen.

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