29 March 2026, 10:27

Vonovia kämpft mit Rekordtief – doch setzt auf grüne Heizrevolution in Nürnberg

Plakat für Heizpumpen-Upgrades in Haushalten, mit einem Bild einer Heizpumpe und dem Text "Upgrade Your Home mit einer Heizpumpe."

Vonovia kämpft mit Rekordtief – doch setzt auf grüne Heizrevolution in Nürnberg

Vonovia, Deutschlands größtes Wohnimmobilienunternehmen, hat einen Kurssturz auf ein 52-Wochen-Tief von rund 21 Euro erlebt. Trotz jüngster finanzieller Erfolge – darunter ein Anstieg des bereinigten EBITDA um 6,0 % im Geschäftsjahr 2025 – setzt sich der Abwärtstrend fort. Gleichzeitig treibt das Unternehmen in Nürnberg ein neues Projekt für klimafreundliche Heizlösungen voran.

Im Rahmen eines Pilotprojekts in Nürnberg werden 59 Wohnungen mit dem sogenannten Wärmepumpen-Cube ausgestattet – einem modularen, klimaneutralen Heizsystem. Anders als herkömmliche Anlagen benötigt die kompakte Einheit lediglich ein Schotterfundament und lässt sich schnell in Bestandsgebäude integrieren. Digitale Steuerung und Fernwartung sollen die Effizienz im Vergleich zu klassischen Heizmethoden deutlich steigern. Vonovia investiert rund 15.000 Euro pro Einheit in das System.

Bis 2028 setzt Konzernchef Luka Mucic auf serielle Modernisierungen und dezentrale Energielösungen. Langfristig will das Unternehmen fossile Brennstoffe vollständig ersetzen, indem es ein zentrales Fernwärmenetz über seinen gesamten Immobilienbestand aufbaut. Doch trotz dieser ehrgeizigen Pläne hat die Aktie in den vergangenen Monaten etwa 25 % an Wert verloren und notiert mittlerweile deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt.

Finanziell verzeichnete Vonovia eine Auslastung von 97,9 % sowie ein organisches Mietwachstum von 4,1 % im letzten Geschäftsjahr. Das bereinigte EBITDA kletterte auf rund 2,8 Milliarden Euro – ein Plus von 6,0 % gegenüber der Vorperiode.

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Der Kursverfall steht damit im Kontrast zu stabilen Belegungsquoten und steigenden Erträgen. Das Nürnberger Pilotprojekt markiert einen Schritt in Richtung fossiler Unabhängigkeit, doch Details zu einer flächendeckenden Einführung bleiben vage. Das Unternehmen bleibt dennoch seiner Langfriststrategie treu und setzt weiter auf energetische Sanierungen.

Quelle