04 April 2026, 00:26

Ukraine erhält Ewald-von-Kleist-Preis 2026 für ihren Freiheitskampf gegen russische Aggression

Eine Silbermedaille mit der Inschrift "Deutsche Demokratische Republik" vor einem weißen Hintergrund.

Zelensky nimmt Kleist-Preis in München im Namen aller Ukrainer entgegen - Ukraine erhält Ewald-von-Kleist-Preis 2026 für ihren Freiheitskampf gegen russische Aggression

Das ukrainische Volk erhält den Ewald-von-Kleist-Preis 2026 für seinen jahrzehntelangen Kampf um Freiheit und die Verteidigung gegen die russische Aggression. Die diesjährige Auszeichnung markiert einen Wandel im Vergleich zu früheren Preisträgern, die häufig für diplomatische Bemühungen und nicht für militärischen Widerstand gewürdigt wurden. Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm die Auszeichnung stellvertretend für die Nation während der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) entgegen.

Der Ewald-von-Kleist-Preis ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich in herausragender Weise für internationalen Frieden und Konfliktlösung einsetzen. Benannt nach Ewald von Kleist – Verleger, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Gründer der MSC – wurde der Preis erstmals 1970 an Henry Kissinger verliehen. Im Laufe der Jahre wurden damit Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Helmut Schmidt, Angela Merkel sowie Organisationen wie die Vereinten Nationen und die OSZE ausgezeichnet.

Anders als frühere Preisträger, die vor allem für diplomatische Leistungen gewürdigt wurden, steht die Auszeichnung für die Ukraine für ihren langjährigen Kampf um Souveränität. Die Entscheidung der MSC betont den Widerstand des Landes gegen die Invasion und hebt sich damit von früheren Preisträgern ab, die sich auf Verhandlungen und politische Führung konzentrierten.

Die Entgegennahme des Preises durch Präsident Selenskyj unterstreicht den gemeinsamen Einsatz der ukrainischen Streitkräfte und Zivilbevölkerung. Die Verleihung fand im Rahmen der MSC statt, wo sich globale Führungspersönlichkeiten und Sicherheitsexperten versammelten, um über aktuelle Konflikte und Verteidigungsstrategien zu beraten.

Der Preis 2026 spiegelt eine breitere Anerkennung militärischer Widerstandsfähigkeit angesichts von Aggression wider. Der jahrzehntelange Kampf der Ukraine hat den Fokus der Auszeichnung von Diplomatie hin zu Verteidigung verschoben. Die Entscheidung der MSC unterstreicht die wachsende Bedeutung anhaltenden Widerstands in der globalen Sicherheitsdebatte.

AKTUALISIERUNG

Zelensky outlines diplomatic path amid award recognition

Ukrainian President Volodymyr Zelensky has outlined new diplomatic initiatives following the Ewald-von-Kleist-Preis 2026. Key developments include:

  • Zelensky affirmed Ukraine's readiness to engage in trilateral talks with the US and Russia on February 17-18.
  • He also stated Ukraine's intention to hold elections if a lasting ceasefire is achieved.