Tiefgaragen-Projekt am Rathenauplatz in Halle gestoppt – Spielplatz bleibt erhalten
Adem SeidelTiefgaragen-Projekt am Rathenauplatz in Halle gestoppt – Spielplatz bleibt erhalten
Pläne für eine Tiefgarage am Rathenauplatz in Halle (Saale) werden verworfen
Die Pläne für den Bau einer unterirdischen Parkgarage am Rathenauplatz in Halle (Saale) sind vom Tisch. Die Entscheidung folgt auf Bedenken wegen hoher Kosten und öffentlicher Ablehnung – darunter auch der Appell eines jungen Anwohners in einer Stadtratssitzung. Unterdessen wird der Spielplatz an der Stelle nach lang ersehnten Sanierungsarbeiten bald wieder eröffnet.
Die Idee, unter dem Spielplatz im Paulusviertel eine Tiefgarage zu errichten, hatte zunächst Sorgen bei den Anwohnern ausgelöst. Der elfjährige Jonathan meldete sich in einer Ratssitzung zu Wort und hinterfragte das Gerücht, der Spielplatz solle für das Projekt abgerissen werden. Sein Einsatz lenkte die Aufmerksamkeit auf das Thema.
Stadtvertreter bestätigten später, dass die hohen Kosten das Vorhaben undurchführbar machten. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt gab bekannt, dass am Rathenauplatz keine unterirdische Anlage entstehen werde. Stattdessen setzt die Stadt auf den Bau kleinerer Quartiersparkhäuser in Gebieten mit hohem Parkdruck.
Aufgrund knapper Haushaltsmittel waren die Sanierungsarbeiten am Spielplatz zuvor verschoben worden, sodass dieser in einem schlechten Zustand verblieb. Nun wurden Mittel bereitgestellt, um die Renovierung abzuschließen. Nach Fertigstellung wird der Spielplatz wieder vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Der Spielplatz am Rathenauplatz bleibt erhalten und öffnet nach den Aufwertungsmaßnahmen wieder seine Tore. Mit dem Umstieg auf dezentrale Parklösungen in den Stadtteilen will die Verwaltung Staus entgegentreten, ohne größere Baumaßnahmen an der Stelle durchzuführen. Die Behörden versicherten den Anwohnern zudem, dass die Zukunft des Spielplatzes gesichert sei.






