07 April 2026, 10:30

Syrien überrascht mit Fortschritten beim Wiederaufbau und zieht Investoren an

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Syrien auf einem schwarzen Hintergrund, das geografische Merkmale und Stadtnamen zeigt.

Syrien überrascht mit Fortschritten beim Wiederaufbau und zieht Investoren an

Syrien hat laut dem jüngsten Bertelsmann-Transformationsindex (BTI) unter 137 Ländern die bedeutendsten Fortschritte bei der politischen Transformation erzielt. Die laufenden Wiederaufbaubemühungen des Landes ziehen internationale Aufmerksamkeit auf sich, während große Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit am Horizont stehen. Deutsche Unternehmen und Vertreter haben bereits begonnen, Chancen in dem vom Krieg gezeichneten Land auszuloten.

Die Weltbank schätzt die Kosten für den Wiederaufbau Syriens auf rund 216 Milliarden US-Dollar. Fast ein Drittel dieser Summe ist allein für den Neubau von Wohnraum vorgesehen. Die Golfstaaten haben über 28 Milliarden Dollar zugesagt und finanzieren Projekte wie neue Flughäfen und ein U-Bahn-System in Damaskus.

Die syrische Regierung hat zudem Währungsreformen vorangetrieben, neue Banknoten eingeführt und zwei Nullen von den Geldscheinen gestrichen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Wirtschaft zu stabilisieren, während die Wiederaufbaubemühungen an Fahrt gewinnen.

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Deutschland spielt eine aktive Rolle bei der Erholung des Landes. Die Bundesregierung hat über die KfW seit Anfang letzten Jahres Zuschüsse in Höhe von 119 Millionen Euro bewilligt. Der bayerische Hersteller Knauf hat eine Absichtserklärung zum Bau eines Gipswerks in Syrien unterzeichnet, während Siemens Energy Wege zur Modernisierung des Stromnetzes des Landes prüft.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche traf den syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa und äußerte sich optimistisch über die künftige Handelspartnerschaft. Helene Rang vom Nah- und Mittelost-Verein (NUMOV) betonte das "enorme Potenzial" des syrischen Wiederaufbaus und unterstrich die langjährigen wirtschaftlichen Verbindungen Deutschlands mit der Region.

Der Wiederaufbau Syriens zieht globale Investoren an, wobei bereits Milliarden für Infrastruktur und Wohnungsbau zugesagt wurden. Deutsche Unternehmen und Vertreter positionieren sich, um einen Beitrag zu leisten und die einst blühenden Wirtschaftsbeziehungen wiederzubeleben. Die Währungsreformen und politischen Fortschritte des Landes lassen vorsichtigen Optimismus für seine Erholung aufkommen.

Quelle