Saturn in Leipzig schließt: Konsolidierung trifft Innenstadt hart
Saturn-Filiale in der Leipziger Straße schließt im Sommer im Rahmen von Konsolidierungsplänen
Die Saturn-Filiale in der Leipziger Straße wird diesen Sommer schließen – Teil einer Konsolidierungsstrategie der MediaMarktSaturn Retail Group. Die Entscheidung stößt bei lokalen Verantwortlichen auf Enttäuschung, da sie nicht in Gespräche über eine mögliche Weiterführung des Standorts einbezogen wurden. Bürgermeister Dr. Alexander Vogt bezeichnete die Schließung als "Rückschlag für die Innenstadtentwicklung".
Die MediaMarktSaturn Retail Group wird den Saturn-Betrieb in ihre bestehende Filiale im Halle Center in Peißen verlegen. Die Schließung erfolgt im Zuge einer Straffung des stationären Einzelhandelsnetzes des Unternehmens.
Das Grundstück in der Leipziger Straße 63 ist bereits für eine Neunutzung vorgesehen, darunter Pläne für ein neues Hotel. Trotz des Rücksetzers betrachten Stadtverantwortliche das Areal weiterhin als attraktiven Standort – nicht zuletzt wegen des anstehenden Zukunftszentrum-Projekts.
Bürgermeister Vogt kündigte an, sich sowohl an den Eigentümer der Immobilie als auch an Saturn zu wenden, um mögliche Alternativen oder Zwischenlösungen für die Fläche zu erörtern. Er betonte, dass Eigentümer eine aktivere Rolle bei der Belebung der Innenstadt einnehmen müssten – etwa durch innovative Konzepte.
Die Stadt hat zudem Unterstützung für Eigentümer und Investoren zugesagt, um Leerstände zu vermeiden. Bedauert wird von offizieller Seite, nicht früher in mögliche Lösungen zur Rettung des Standorts einbezogen worden zu sein.
Die Schließung hinterlässt eine Lücke im Einzelhandelsangebot der Leipziger Straße, doch die Umnutzungspläne laufen weiter. Mit seinen Initiativen sucht der Bürgermeister nach kurzfristigen Lösungen, während langfristige Projekte wie das Hotel und das Zukunftszentrum voranschreiten. Die städtische Unterstützung für Eigentümer könnte helfen, längere Leerstände in der Gegend zu verhindern.






