Stiller Protest in der Rhön: Anwohner wehren sich gegen Windkraft-Ausbau
Alex FlantzStiller Protest in der Rhön: Anwohner wehren sich gegen Windkraft-Ausbau
Rund 150 Anwohner aus der Rhön versammelten sich diese Woche zu einer stillen Protestkundgebung gegen den Ausbau der Windkraft. Die Demonstration fand im Vorfeld einer entscheidenden Sitzung statt, bei der Beamte neue Windvorranggebiete in Südwestthüringen genehmigten. Kritiker befürchten, dass die Pläne geschützte Landschaften und Wälder beeinträchtigen werden.
Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) veranstaltete am Mittwoch in Suhl eine öffentliche Sitzung. Während der Veranstaltung stimmten die Mitglieder für die Annahme des zweiten Entwurfs des Regionalplans. Dieser Entwurf weist 40 Windvorranggebiete aus, von denen sieben in der Rhön liegen.
Die genehmigten Zonen erweitern die für Windkraftanlagen verfügbare Fläche von 0,15 % auf 1,7 % der Region. Betroffen sind etwa 6.900 Hektar Land, darunter Standorte wie Dietrichsberg, Hetzeberg, Hoppberg, Lohberg und Salzunger Berg. Lokale Initiativen, etwa die Bürgerinitiative Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald (BI), äußern Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Naturlandschaft.
Ab dem 18. Mai beginnt nun eine achtwöchige öffentliche Anhörungsphase. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass ein Teil dieser Frist in die Sommerferien fällt. Dies könnte die Beteiligung der Öffentlichkeit am Verfahren einschränken.
Trotz des Widerstands von Anwohnern und Umweltschützern wird der genehmigte Plan weiterverfolgt. Während der Konsultationsphase können noch weitere Stellungnahmen eingereicht werden, bevor endgültige Entscheidungen fallen. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnten in bisher unberührten Gebieten der Rhön Windkraftanlagen entstehen.






