19 April 2026, 08:27

Sachsen plant schrittweise Gehaltserhöhung für Beamte bis 2028

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der vor einer Bergkulisse steht, mit der Aufschrift "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Sachsen plant schrittweise Gehaltserhöhung für Beamte bis 2028

Beamte in Sachsen erhalten Gehaltserhöhung

Die Beamten in Sachsen sollen nach einem Vorschlag der regierenden CDU- und SPD-Fraktionen eine Lohnerhöhung erhalten, indem der jüngste Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst auf sie ausgeweitet wird. Die Vereinbarung folgt einer Tarifentscheidung und sieht vor, dass Gehälter und Pensionen in den nächsten zwei Jahren schrittweise angepasst werden. Gewerkschaften und politische Vertreter begrüßten den Schritt als fair und notwendig.

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Der Tarifabschluss umfasst eine Erhöhung um 2,8 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro, die ab dem 1. April 2026 in Kraft tritt. Eine weitere Anhebung um 2,0 Prozent folgt am 1. März 2027, und eine letzte Erhöhung um 1,0 Prozent wird zum 1. Januar 2028 wirksam. Beide Parteien planen, einen Gesetzesentwurf in den Landtag einzubringen, um die Anpassungen formal zu verankern.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lobte die Entscheidung. Ralf Hron, stellvertretender Vorsitzender des DGB Sachsen, betonte die unverzichtbare Rolle der Beamten bei der Aufrechterhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, bezeichnete den Abschluss als ein "ausgewogenes Ergebnis" und unterstrich, dass die Fairness eine Ausweitung auf die Beamten erfordere.

Henning Homann, Fraktionsvorsitzender der SPD, erklärte, die Maßnahme solle Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zeigen und gleichzeitig die Modernisierung der Verwaltung unterstützen. Sachsen schließt sich damit Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein an, die den aktuellen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst bereits auf ihre Beamten übertragen haben.

Die geplanten Gehaltserhöhungen werden in drei Stufen zwischen 2026 und 2028 umgesetzt. Mit der Entscheidung reiht sich Sachsen in die Reihe mehrerer Bundesländer ein, die den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst bereits übernommen haben. Der Gesetzesentwurf wird nun dem Landtag zur Abstimmung vorgelegt.

Quelle