24 April 2026, 04:25

Spritpreise explodieren: Wie die Iran-Krise die Zapfsäule teurer macht

Graphik zeigt Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit zwei Linien, die den Preistrend darstellen, eine abnehmend (blau) und eine zunehmend (grün), auf einem weißen Hintergrund.

Spritpreise explodieren: Wie die Iran-Krise die Zapfsäule teurer macht

Spritpreise steigen stark an – Iran-Krise treibt Kosten an der Zapfsäule in die Höhe

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Am Mittwoch erreichte der Dieselpreis im Schnitt 2,13 Euro pro Liter, Superbenzin E10 kostete 2,06 Euro. Angesichts der explodierenden Kosten debattieren Politiker nun, wie sie Unternehmen und Haushalte entlasten können.

Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) forderte den Bund auf, schnell zu handeln, um die Spritpreise zu senken. Die jüngste Senkung der Energiesteuern bezeichnete sie zwar als hilfreich, betonte aber, dass weitere Entlastungen nötig seien. Klement setzte sich zudem für niedrigere Netzentgelte, günstigeren Strom und eine bessere Infrastruktur ein, um die Energieversorgung zu stabilisieren.

Kritik übte sie an Bundeskanzler Friedrich Merz' Vorschlag, Kohlekraftwerke länger am Netz zu lassen. Stattdessen plädierte sie für einen Ausbau der erneuerbaren Energien in Brandenburg, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Den geplanten steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer lehnte sie ab – dieser würde die Unternehmen zusätzlich belasten.

Unterdessen forderte die SPD-Abgeordnete Melanie Balzer schärfere Kontrollen der Ölkonzernpreise, um übermäßige Gewinne zu verhindern. Die AfD- und BSW-Fraktionen gingen noch weiter: Sie verlangten drastische Steuersenkungen, die Abschaffung des CO₂-Preises sowie Deckel für Sprit- und Heizölkosten.

Klement drängte die Bundesregierung, einen Industrie-Strompreis ohne bürokratische Hürden einzuführen. Sie warnte, dass Unternehmen planbare Rahmenbedingungen bräuchten, um die anhaltende Energiekrise zu bewältigen.

Die Debatte über Sprit- und Energiekosten hält an, während die Preise hoch bleiben. Brandenburgs Landesregierung pocht auf schnelle Entlastungen, die Opposition verlangt umfassendere Steuersenkungen und Preisobergrenzen. Im Mittelpunkt steht die Balance zwischen Soforthilfen und langfristiger Energieunabhängigkeit.

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