Spritpreisbremse enttäuscht: Tankstellen geben Steuerrabatt nicht vollständig weiter
Alex FlantzSpritpreisbremse enttäuscht: Tankstellen geben Steuerrabatt nicht vollständig weiter
Die deutsche Bundesregierung führte am 1. Mai eine Spritpreisbremse ein, um Autofahrer zu entlasten. Erste Berichte zeigen jedoch, dass Tankstellen die Steuerermäßigung nicht vollständig an die Verbraucher weitergeben. Sowohl Diesel als auch Superbenzin bleiben an den Zapfsäulen teurer als erwartet.
Die Rabattaktion sollte den Preis für alle Kraftstoffe um 17 Cent pro Liter senken. In den ersten drei Tagen verbilligte sich Diesel jedoch nur um 4 Cent statt um den vollen Betrag. Superbenzin wurde immerhin um 12 Cent günstiger, verfehlte aber ebenfalls die geplante Preissenkung.
Experten führen die geringere Preissenkung bei Diesel auf die starke Importabhängigkeit Deutschlands zurück. Die begrenzte Ersparnis könnte zudem bedeuten, dass einkommensstärkere Haushalte stärker von der Subvention profitieren, da sie in der Regel mehr für Sprit ausgeben.
Zwar hat die Maßnahme die Spritpreise vorübergehend gedrückt, doch ein spürbarer Rückgang beim Verbrauch von Benzin oder Diesel blieb aus.
Bisher zeigt die Spritpreisbremse eine geringere Wirkung als geplant. Die Tankstellen haben die volle Steuerentlastung nicht umgesetzt, sodass Autofahrer weniger entlastet werden als erhofft. Wie sich die Regelung langfristig auf den Verbrauch und die Haushaltsbudgets auswirkt, bleibt abzuwarten.






