29 March 2026, 00:28

SPD-Stellvertreterin Schmidt lehnt Söders Sozialkürzungen scharf ab

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

SPD-Stellvertreterin Schmidt lehnt Söders Sozialkürzungen scharf ab

SPD-Stellvertreterin Dagmar Schmidt hat sich gegen die jüngsten Sparvorschläge des CSU-Vorsitzenden Markus Söder ausgesprochen. Sie lehnte Pläne zur Kürzung von Mitteln für die Jugendhilfe und die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen als inakzeptabel ab. Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD in einem zunehmend polarisierten politischen Klima mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert ist.

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In einem Interview im März 2026 hatte Söder argumentiert, "aufgeblähte Sozialgesetze" wie die Jugendhilfe und die Eingliederungshilfe müssten zurückgeführt werden, um Steuersenkungen zu finanzieren. Er bezeichnete diese Programme als überzogen, ohne jedoch konkrete Maßnahmen vorzulegen.

Schmidt konterte scharf und warf der Union vor, gezielt schwache Bevölkerungsgruppen ins Visier zu nehmen. Sie betonte, die SPD werde jeden Versuch blockieren, die Unterstützung für benachteiligte Kinder oder Menschen mit Behinderungen zu schwächen.

Die stellvertretende Parteivorsitzende verwies zudem auf übergeordnete Schwierigkeiten ihrer Partei. Sie nannte Medienvoreingenommenheit und Koalitionsspannungen als Hindernisse für die Durchsetzung von SPD-Politik. Laut Schmidt ist das aktuelle politische Umfeld von emotionaler Polarisierung und Sündenbockdenken geprägt, was eine sachliche Debatte erschwere.

Sie stellte einen Kontrast zwischen der heutigen Union und deren früherer Ausrichtung unter Angela Merkel her und wies auf eine Abkehr von der Mitte hin. Dieser Wandel, so Schmidt, mache die Zusammenarbeit zwischen SPD und Union zunehmend schwieriger.

Ihre Aussagen unterstreichen die tiefen Gräben in der Sozial- und Finanzpolitik. Die Weigerung der SPD, Kürzungen bei zentralen Sozialleistungen zu akzeptieren, deutet auf mögliche Konflikte mit der Union in künftigen Haushaltsverhandlungen hin. Gleichzeitig ringt die Partei weiterhin mit internen Machtkämpfen nach jüngsten Wahlniederlagen.

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