Schweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar entfacht Rassismus-Debatte bei der WM
Alex FlantzSchweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar entfacht Rassismus-Debatte bei der WM
Deutschland sicherte sich in der Gruppenphase mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste den Sieg. Das Spiel geriet später durch Äußerungen von Bastian Schweinsteiger über den Spielstil der afrikanischen Mannschaft in den Hintergrund.
In einem Interview bezeichnete Schweinsteiger den Fußball der Elfenbeinküste als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch etwas weniger von Taktik geprägt“. Später präzisierte er, dass er niemanden verletzen wollte und seine Worte als fußballerische Analyse gemeint waren.
Nationaltrainer Emerse Faé kritisierte die Aussagen scharf und bezeichnete sie als rassistisch. ARD-Programmdirektor Axel Balkausky hingegen verteidigte Schweinsteiger und erklärte, es handele sich um eine fachliche Einschätzung des Spiels. Jürgen Klopp zeigte sich auf Nachfrage zurückhaltend und nannte die Angelegenheit „ernst“.
Trotz der Kontroverse erreichte die Elfenbeinküste erstmals in ihrer Geschichte die K.-o.-Phase der Weltmeisterschaft. Unter Faés Führung besiegte die Mannschaft Curaçao mit 2:0 und sicherte sich damit den Einzug ins Achtelfinale.
Schweinsteigers Äußerungen lösten eine Debatte über deren Absicht und Deutung aus. Der historische Einzug der Elfenbeinküste markierte einen bedeutenden Erfolg für das Team. Die Diskussion um die Aussagen hält derweil parallel zum Turnierverlauf an.
