Müller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt Pudong-Filiale
Alex FlantzMüller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt Pudong-Filiale
Der deutsche Einzelhändler Müller hat seine Pläne für die Eröffnung von Filialen in China vorerst auf Eis gelegt. Ursprünglich wollte das Unternehmen seinen ersten Standort im Shanghaier Stadtteil Pudong bis Ende 2026 eröffnen. Trotz der Verzögerung betonen Unternehmensvertreter, dass weitere Gespräche in der Zukunft möglich bleiben.
Müller hatte sich mit ehrgeizigen Expansionsplänen auf den chinesischen Markt vorbereitet. Die ursprüngliche Strategie sah vor, innerhalb von fünf Jahren bis zu 500 Filialen im ganzen Land zu eröffnen. Chu Tongzhou, der für die Unternehmensaktivitäten in China zuständige Betriebsleiter, hatte bereits mit der Auswahl möglicher Standorte begonnen.
Die Verhandlungen mit der lokalen Entwicklungsbehörde in Pudong wurden als offen und konstruktiv beschrieben. Kürzlich bestätigte Müller jedoch, dass die Gespräche vorerst nicht weitergeführt werden. Beide Seiten ließen jedoch die Tür für künftige Kontakte offen und signalisierten damit, dass das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufgenommen werden könnte.
Stattdessen konzentriert sich Müller nun auf das Wachstum in Europa. Der Händler plant, seine Präsenz in der Slowakei und in Tschechien auszubauen. Die für das vierte Quartal 2026 geplante erste Filiale in China wurde vorerst zurückgestellt.
Die Verschiebung bedeutet, dass Müllers unmittelbare Expansion in China vorerst nicht stattfinden wird. Dennoch schließt das Unternehmen eine Rückkehr auf den Markt langfristig nicht aus. Derzeit liegen die Prioritäten darin, die Geschäfte in Mittel- und Osteuropa zu festigen.






