Russisch-Deutsche Kulturtage 2020: Wie die Pandemie das Format digital revolutionierte
Alex FlantzRussisch-Deutsche Kulturtage 2020: Wie die Pandemie das Format digital revolutionierte
Kultur trotz Pandemie: Die Russisch-Deutschen Kulturtage in Nordrhein-Westfalen fanden 2020 digital statt
Die Coronavirus-Pandemie brachte 2020 viele kulturelle Veranstaltungen zum Erliegen – doch eine Reihe fand einen Weg, die Tradition fortzuführen. Der nordrhein-westfälische Landesverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland verlegte seine Russisch-Deutschen Kulturtage ins Internet und hielt das Format trotz aller Einschränkungen am Leben. Das Programm bot Lesungen, Vorträge und Diskussionen – alles auf Distanz.
Den Auftakt bildete am 13. Oktober ein Vortrag von Tatjana Schmalz, einer Doktorandin mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer russlanddeutscher Literatur. Ihr Beitrag läutete eine Veranstaltungsreihe ein, die sich der Geschichte, Literatur und den aktuellen Themen dieser Kultur widmete. Die Organisatoren arbeiteten mit mehreren Partnern zusammen und erhielten Unterstützung vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes.
Das öffentliche Interesse an der russlanddeutschen Kultur ist in den letzten Jahren gewachsen. Immer mehr Künstler und Kulturschaffende mit diesem Hintergrund sind heute in verschiedenen Bereichen aktiv. Das digitale Format ermöglichte es der Ausgabe 2020, ein breites Publikum sicher zu erreichen – und die hohen Teilnehmerzahlen zeigten, dass das Thema auf große Resonanz stößt.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Der Erfolg hat die Veranstalter ermutigt, die Reihe 2021 mit einem neuen Programm fortzuführen. Persönliche Begegnungen bleiben zwar essenziell, um dieses kulturelle Erbe zu teilen – doch die digitalen Alternativen haben sich als wertvolle Ergänzung bewährt.
Die Russisch-Deutschen Kulturtage kehren im nächsten Jahr mit neuen Angeboten zurück. Der Wechsel zu Online-Formaten sicherte 2020 die Kontinuität während der Pandemie. Die Organisatoren wissen nun: Das Interesse an dieser Kultur ist ungebrochen – ob vor Ort oder hinter dem Bildschirm.






