Riesen-Rechenzentrum in Nauen soll Europas digitale Souveränität stärken
Nadeschda PärtzeltRiesen-Rechenzentrum in Nauen soll Europas digitale Souveränität stärken
In Nauen bei Berlin entsteht ein großes neues Rechenzentrums-Campus
Der Betreiber maincubes hat offiziell mit dem Bau begonnen – ein bedeutender Schritt für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Region. Das Projekt soll Europas Kapazitäten für die lokale Datenverarbeitung stärken und die Abhängigkeit von Importen verringern.
Die Vorbereitungsarbeiten laufen bereits: Das erste von sechs geplanten Rechenzentren soll bis Ende 2027 in Betrieb gehen. Langfristig wird der Campus aus sechs baugleichen Gebäuden bestehen, die bis 2028 vollständig ans Netz angeschlossen und betriebsbereit sein sollen. In der ersten Phase wird eine Anschlussleistung von 200 Megawatt bereitgestellt, mit der Option, auf über 400 Megawatt zu expandieren.
Um den Energiebedarf des Standorts zu decken, entstehen derzeit ein 110-Kilovolt-Umspannwerk sowie eine sechs Kilometer lange Hochspannungsleitung. Diese dedizierte Infrastruktur soll eine zuverlässige Stromversorgung für das wachsende Campus gewährleisten. Nauens Lage festigt zudem seine Rolle als Teil eines größeren Digital-Hubs im Berliner Raum.
Aktuell stammt der Großteil der digitalen Infrastruktur und Technologie in Europa aus dem Ausland. Europäische Anbieter halten nur einen geringen Marktanteil – Projekte wie dieses sind daher entscheidend, um die digitale Souveränität der Region zu stärken.
Sobald der Nauen-Campus vollständig in Betrieb ist, wird er die Datenkapazitäten Deutschlands deutlich erhöhen. Mit sechs Rechenzentren und einem Fokus auf eine stabile Energieversorgung unterstützt das Vorhaben die Bestrebungen, die Abhängigkeit von ausländischer digitaler Infrastruktur zu reduzieren. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für Ende 2027 geplant.






