08 June 2026, 06:20

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an AEQUITA für rund 350 Millionen Euro

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Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für etwa 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig stärker auf sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich konzentrieren will. AEQUITA übernimmt dabei bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice.

Die verkaufte Sparte erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro und beschäftigte etwa 6.250 Mitarbeiter. Laut Vereinbarung wird AEQUITA alle aktuellen Arbeitsplätze erhalten und die bestehenden Markennamen beibehalten. Drei deutsche Standorte des Joint Ventures KS Huayu AluTech verbleiben jedoch bei Rheinmetall.

Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird vorerst sowohl zivile als auch militärische Komponenten fertigen, bevor es vollständig auf Rüstungsproduktion umstellt. Gleichzeitig wird Dermalog SensorTec in die Waffen- und Munitionsdivision von Rheinmetall integriert und behält seinen Standort in Neuss bei.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete die Transaktion als „historischen Moment“ für das Unternehmen. Der Abschluss des Deals wird für Ende 2026 erwartet, vorbehaltlich der endgültigen regulatorischen Genehmigungen und letzten Anpassungen. Nach Vollzug wird AEQUITA im Automotivesegment einen Umsatz von etwa fünf Milliarden Euro erzielen.

Die Veräußerung ermöglicht es Rheinmetall, sich auf sein Verteidigungsgeschäft zu fokussieren, während die Kontinuität der verkauften Sparte gesichert bleibt. AEQUITA baut damit seine Automobilaktivitäten aus und übernimmt alle Mitarbeiter sowie Produktionsstandorte. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der abschließenden behördlichen Prüfungen.

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