23 May 2026, 18:24

Rekordzahl an Einbürgerungen 2025: Warum immer mehr Menschen Deutsche werden

Deutschland erlebt einen historischen Zuzugsboom

Rekordzahl an Einbürgerungen 2025: Warum immer mehr Menschen Deutsche werden

Deutschland verzeichnete 2025 die höchste Zahl an Einbürgerungsanträgen in seiner Geschichte. Der deutliche Anstieg folgt auf jüngste Reformen, die die Mindestaufenthaltsdauer verkürzt und die Regeln für die doppelte Staatsbürgerschaft gelockert haben. Behörden melden einen starken Anstieg erfolgreicher Anträge im gesamten Land.

Die 2024 eingeführten neuen Staatsbürgerschaftsgesetze reduzierten die erforderliche Aufenthaltsdauer von acht auf fünf Jahre. Die Änderungen erleichtern zudem den Erwerb einer doppelten Staatsangehörigkeit. Dadurch erfüllen nun viele langjährige Einwohner – darunter auch solche, die 2015 und 2016 nach Deutschland kamen – die Voraussetzungen für die Einbürgerung.

Berlin verzeichnet den stärksten Zuwachs: Die Zahl der Anträge hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Auch Brandenburg registrierte einen Anstieg um 25 Prozent bei der Vergabe deutscher Pässe. Bundesweit erhielten 2025 mindestens 309.852 Menschen in 14 Bundesländern die deutsche Staatsbürgerschaft – und übertrumpften damit den Rekordwert von 291.955 aus dem Jahr 2024.

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Besonders stark gestiegen ist die Zahl der türkischen und russischen Staatsangehörigen, die die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen. Russen stellen dabei eine zunehmend größere Gruppe unter den Antragstellern. Zudem könnte ab 2027 eine massenhafte Einbürgerung von Ukrainern einsetzen, was die Nachfrage weiter steigern würde.

Die Reformen haben die Einbürgerung für langjährige Einwohner zugänglicher gemacht. Da jährlich mehr Menschen die Voraussetzungen erfüllen, wird sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen. Behörden rechnen auch in den kommenden Jahren mit hohen Zahlen, wenn weitere Gruppen – darunter Ukrainer – antragsberechtigt werden.

Quelle