Tierattraktion auf der A7: Hunderte Anrufe wegen Hirsch - "Rehné": Der einsame Hirsch an der A7 bleibt ein friedlicher Nachbar
Ein einzelner Hirsch, von Anwohnern Rehné getauft, lebt seit über zwei Jahren in der Nähe der Autobahn A7 bei Soltau. Obwohl das Tier bisher keine Unfälle verursacht hat, haben die Behörden nun Maßnahmen ergriffen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Erstmals aufgefallen als junges Tier, wurde der Hirsch anfangs wegen seiner Größe für ein Reh gehalten. Mit der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei Rehné um einen nun drei Jahre alten Hirsch handelt. Anders als die meisten Artgenossen bleibt er ein Einzelgänger und wurde bisher nie bei der Partnersuche beobachtet.
Normalerweise meidet der Hirsch die Autobahn und zieht sich in das nahegelegene Waldgebiet zurück. Gelegentlich wurde er zwar in der Nähe der Straße ruhend gesichtet, doch kam es nie zu Zwischenfällen. Eine aktuelle Risikobewertung bestätigte, dass die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle mit dem Tier weiterhin gering ist.
Allein auf deutschen Autobahnen in der Nähe von Ausfahrten wurden zwischen 2021 und 2025 etwa 1.200 wildtierbedingte Unfälle registriert. Übliche Präventivmaßnahmen sind Grünbrücken, Zäune oder sensorgesteuerte Warnsysteme – wie sie etwa an Unfallschwerpunkten wie der A3 in der Nähe der Ausfahrt Rehné installiert wurden.
Um das Risiko weiter zu minimieren, warnen nun Schilder die Autofahrer vor dem Hirsch. Die Polizei rät zudem, bei einer Sichtung des Tieres weder abrupt zu bremsen noch anzuhalten.
Der Hirsch lebt weiterhin in der Nähe der A7, ohne eine direkte Gefahr für den Verkehr darzustellen. Die Behörden haben Vorsichtsmaßnahmen wie Beschilderung und Fahrerhinweise ergriffen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Lage bleibt unter Beobachtung, bisher wurden keine weiteren Vorfälle gemeldet.






