Raffinierte Telefonbetrüger zocken Senioren in Brandenburg ab – so tricksen sie
Nadeschda PärtzeltRaffinierte Telefonbetrüger zocken Senioren in Brandenburg ab – so tricksen sie
Zwei Senioren in Brandenburg Opfer raffinierter Telefonbetrugsmaschen
In den vergangenen Tagen sind zwei ältere Einwohner Brandenburgs auf perfide Betrugsversuche am Telefon hereingefallen. Ein 55-jähriger Mann aus Neuruppin wurde von einem Betrüger getäuscht, der sich als Bankmitarbeiter ausgab, während eine 79-jährige Frau in Kyritz von einem falschen Polizisten erpresst wurde, der Lösegeld für ihre angeblich festgenommene Tochter forderte.
In Neuruppin erhielt das 55-jährige Opfer einen Anruf von einem angeblichen Bankangestellten. Der Betrüger überredete ihn, seine Online-Banking-Daten preiszugeben, und stahl anschließend einen vierstelligen Betrag von seinem Konto.
In Kyritz hingegen kontaktierte ein Hochstapler, der sich als Polizeibeamter ausgab, die 79-Jährige. Mit einer sogenannten "Schock-Anruf"-Methode behauptete er fälschlich, ihre Tochter sei verhaftet worden, und forderte dringend Kaution. Unter Druck willigte die Frau zunächst ein, einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich zu zahlen, bevor ihr der Schwindel auffiel.
Die Behörden haben keine genauen Zahlen zu Betrugsfällen mit solchen Täuschungsmethoden im vergangenen Jahr veröffentlicht. Ähnliche Maschen sind jedoch bundesweit bekannt, bei denen besonders schutzbedürftige Personen durch glaubwürdige Vortäuschungen falscher Identitäten ins Visier genommen werden.
Beide Vorfälle zeigen, wie groß die Gefahr von Telefonbetrug in der Region nach wie vor ist. Die Opfer erlitten finanzielle Verluste – in einem Fall kam es zum bestätigten Diebstahl, im anderen konnte Schlimmeres gerade noch verhindert werden. Die örtliche Polizei warnt weiterhin eindringlich vor unaufgeforderten Anrufen, bei denen persönliche oder finanzielle Daten abgefragt werden.






