17 April 2026, 04:28

PETA enthüllt brutale Trainingsmethoden im Wuppertaler Zoo gegen afrikanische Elefanten

Plakat wirbt für einen Zoo in München, Deutschland, mit Bildern eines Leoparden und einer Hauskatze und Textinformationen über den Zoo.

PETA enthüllt brutale Trainingsmethoden im Wuppertaler Zoo gegen afrikanische Elefanten

Die Tierrechtsorganisation PETA hat den Wuppertaler Zoo und die Stadtverwaltung aufgefordert, die nach ihren Angaben vorliegende Misshandlung afrikanischer Elefanten zu beenden. Neu veröffentlichtes Videomaterial zeigt offenbar, wie Tierpfleger aggressive Trainingsmethoden anwenden – darunter den Einsatz von Ankus-Haken und körperlicher Gewalt. Die Organisation fordert einen sofortigen Wechsel zu sicheren Umgangsmethoden.

In den von PETA veröffentlichten Aufnahmen sind Pfleger zu sehen, die Elefanten während des Trainings und bei Waschvorgängen mit einem Ankus stoßen. In einer Szene wird ein Tier gezwungen, einen Besucher auf dem Rücken zu tragen, während ein Betreuer an seinen Stoßzähnen zieht. Eine weitere Aufnahme zeigt Elefanten, die für Fotos posieren und Kunststücke für Zoobesucher aufführen müssen.

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Die Biologin und PETA-Expertin Dr. Yvonne Würz kritisierte, der Zoo behandle die Elefanten wie "Fotorequisiten" und Reitattraktionen. Solche Praktiken würden die Tiere für kommerzielle Zwecke ausnutzen, besonders da die Besucherzahlen rückläufig seien. PETA lehnt seit Langem die Haltung von Elefanten in Zoos ab und betont, dass Gefangenschaft ihre komplexen körperlichen und sozialen Bedürfnisse nicht erfüllen könne.

Die Organisation hat den Wuppertaler Zoo wiederholt aufgefordert, auf "geschützten Kontakt" umzustellen – ein System, bei dem Pfleger und Elefanten niemals denselben Raum teilen, um Risiken für beide Seiten zu minimieren. PETA gibt an, sich bereits an Oberbürgermeister Andreas Mucke und Mitglieder des Stadtrats gewandt zu haben, doch eine Antwort stehe noch aus. Unabhängige Fachleute unterstützen PETAs Position und bestätigen, dass Elefantentraining grundsätzlich auf Zwang und Gewalt beruht.

Trotz der Kritik setzt der Zoo weiterhin auf elefantenbezogene Veranstaltungen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Dazu gehören besondere Erlebnisangebote, bei denen Besucher gegen Bezahlung enge Interaktionen mit den Tieren buchen können.

PETAs aktuelle Kampagne lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Elefantenschutzes im Wuppertaler Zoo. Die Organisation besteht darauf, dass ohne Eingreifen die Tiere weiterhin gefährlichen Trainingsmethoden ausgesetzt bleiben. Weder die Stadtverwaltung noch die Zooleitung haben sich bisher öffentlich zu den Vorwürfen geäußert oder auf PETAs Forderungen nach Veränderungen reagiert.

Quelle