PCK-Raffinerie kämpft um Ölversorgung nach russischem Lieferstopp
Die Gespräche zwischen der deutschen Bundesregierung und Polen über die Versorgungsprobleme der PCK-Raffinerie haben bisher zu keiner Lösung geführt. Die Raffinerie, ein zentraler Kraftstofflieferant für Nordostdeutschland und Berlin, steht vor Unsicherheiten, nachdem Russland im Mai die Lieferungen von kasachischem Rohöl gestoppt hat.
Die PCK-Raffinerie befindet sich zu 54 Prozent im Besitz deutscher Tochtergesellschaften von Rosneft, des staatlichen russischen Ölkonzerns. Diese Tochterfirmen stehen unter bundesweiter Treuhandschaft aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Polen zeigt sich zurückhaltend, direkt mit Rosneft Deutschland zu verhandeln.
Im Mai hatte Russland die Transitlieferungen von kasachischem Öl durch die Druschba-Pipeline eingestellt. Dieses Rohöl machte etwa 20 Prozent der Raffinerieversorgung aus. Trotz des Ausfalls konnte die PCK-Raffinerie ihre Produktion mit bestehenden Reserven zu 82 Prozent aufrechterhalten.
Polen hat angeboten, bei der Suche nach alternativen Versorgungswegen zu helfen. Eine Möglichkeit wäre, mehr Öl über den Hafen von Danzig umzuleiten. Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte, dass die Bemühungen zur Sicherung der Produktion weiterhin auf Kurs seien. Unklar bleibt jedoch, wie lange die Unterbrechung anhalten wird.
Die Raffinerie arbeitet zwar vorerst weiter, doch die langfristige Versorgung ist noch nicht geklärt. Deutschland und Polen prüfen neue Lieferrouten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Erfolg dieser Initiativen wird darüber entscheiden, wie stabil die Kraftstoffversorgung in der Region bleibt.






