13 June 2026, 16:19

NRW-Innenminister Reul greift Fußballvereine wegen lascher Rowdy-Bekämpfung an

Reul kritisiert Fußballclubs wegen der Behandlung von Stadionrowdys

NRW-Innenminister Reul greift Fußballvereine wegen lascher Rowdy-Bekämpfung an

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine öffentlich für ihren Umgang mit Stadionrowdys scharf kritisiert. Er wirft den Clubs vor, zu langsam und unzureichend gegen Täter vorzugehen, die sich in Stadien fehlverhalten. Reul betonte, dass deutsche Fußballarenen bereits zu den am stärksten überwachten öffentlichen Räumen gehörten. Dennoch würden Straftäter nur selten zeitnah identifiziert und zur Verantwortung gezogen – oft mit erheblichen Verzögerungen. Unverständnis äußerte er darüber, dass in der Debatte um Stadionsecurity überhaupt Kosten eine Rolle spielten: Für ihn sei die Sicherheit klar eine staatliche Aufgabe.

Der Minister zeigte sich besorgt, dass Vereine aus Angst vor Reaktionen der eigenen Ultra-Fans zögerten, konsequent gegen Störer vorzugehen. Er schlug vor, Clubs zu sanktionieren, wenn sie bei der Aufarbeitung von Vorfällen mit Stadiongewalt übermäßig lange brauchen. Zudem lehnte Reul entschieden ab, dass Fußballvereine die Polizeipäsenz bei Spielen privat finanzieren.

Reuls Äußerungen spiegeln die anhaltenden Bedenken zur Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Fußballstadien wider. Seine Vorschläge zielen darauf ab, schneller gegen Täter vorzugehen und die Verantwortung von Vereinen und Staat bei der Gewährleistung der Sicherheit klarer zu regeln. Die Forderungen des Ministers unterstreichen die Notwendigkeit, bei Vorfällen in Stadien konsequenter für Aufklärung und Konsequenzen zu sorgen.

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