Niedersachsen senkt CO₂-Emissionen auf Rekordtief – doch es gibt Kritik vom Rechnungshof
Alex FlantzNiedersachsen senkt CO₂-Emissionen auf Rekordtief – doch es gibt Kritik vom Rechnungshof
Niedersachsen verzeichnet deutliche Fortschritte bei der Senkung der energiebedingten CO₂-Emissionen
Wie Umweltminister Christian Meyer am Mittwoch mitteilte, erreichte das Land 2023 mit 51,6 Millionen Tonnen einen neuen Tiefstand. Das entspricht einem Rückgang von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einer Reduzierung um 32,9 Prozent seit 1990.
Gleichzeitig baute Niedersachsen seine Kapazitäten für erneuerbare Energien weiter aus: Die Genehmigungen für Windkraftanlagen erreichten einen Rekordwert, während die Photovoltaik-Leistung auf etwa 10,5 Gigawatt anwuchs. Das Ziel des Landes lautet, bis 2025 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Minister Meyer hob besonders das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG hervor, das nach vollständiger Inbetriebnahme jährlich rund 7,6 Millionen Tonnen CO₂ einsparen könnte. Zugleich betonte er die Notwendigkeit, den Schwung in der Klimapolitik beizubehalten, und warnte vor bundespolitischen Kurswechseln, die Investitionen gefährden könnten.
Ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte der Landesrechnungshof seinen Jahresbericht. Zwar forderte er mehr Engagement im Klimaschutz, berücksichtigte dabei jedoch nicht die Emissionsdaten für 2023.
Die Klimabilanz Niedersachsens zeigt zwar Rekordwerte bei der Emissionssenkung und wachsende Kapazitäten für erneuerbare Energien. Projekte wie SALCOS und die Einrichtung eines neuen Klimarats unterstreichen das weitere Engagement. Doch die fehlende Aktualisierung der Emissionszahlen im Bericht des Rechnungshofs lässt einige Fragen offen.






