30 April 2026, 14:42

Neuer Tarifvertrag für Nahverkehr in Sachsen-Anhalt verhindert drohende Streiks

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einer Bergkulisse, Text: "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Neuer Tarifvertrag für Nahverkehr in Sachsen-Anhalt verhindert drohende Streiks

Ein neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr Sachsen-Anhalts unterzeichnet

Nach zähen Verhandlungen ist für die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr Sachsen-Anhalts ein neuer Tarifabschluss zustande gekommen. Die am 29. April 2026 erzielte Einigung verhindert geplante Streiks, die den Verkehr in der gesamten Region lahmlegen hätten können. Beide Seiten bezeichneten das Ergebnis als schwierigen, aber notwendigen Kompromiss.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Löhne, Arbeitszeiten und Sozialleistungen. Die Arbeitgeber lehnten die Forderung der Gewerkschaft nach einer 35-Stunden-Woche ohne Lohnkürzungen ab. Stattdessen konzentrierte sich die finale Vereinbarung auf verbesserte Schichtmodelle, längere Ruhezeiten und finanzielle Anreize.

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Die Zuschläge für Nacht- und Sonntagsdienste wurden erhöht, sodass Mitarbeiter für unsozialen Arbeitszeiten höhere Verdienste erhalten. Zudem verpflichteten sich die Arbeitgeber, ihre Zuschüsse zu den Führerscheinkosten der Beschäftigten zu verdoppeln. Eine weitere wichtige Neuerung ermöglicht es den Angestellten, einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

Auszubildende werden künftig nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt, was sicherstellt, dass ihre Gehälter im Einklang mit den allgemeinen Anpassungen im öffentlichen Dienst steigen. Zwar erfüllt der Abschluss nicht alle Gewerkschaftsforderungen, doch die unmittelbare Gefahr von Arbeitskämpfen ist damit gebannt.

Die Einigung bringt Stabilität in das Verkehrsnetz Sachsen-Anhalts nach Wochen angespannter Verhandlungen. Für die Beschäftigten bedeutet sie bessere Erholungszeiten, höhere Zuschläge und flexiblere Prämienregelungen. Die Betreiber wiederum vermeiden kostspielige Streiks, müssen aber langfristig höhere Personalkosten tragen.

Quelle