Neue Energieeffizienzklassen: Deutschland führt EU-Skala von A bis G ein
Brit PutzNeue Energieeffizienzklassen: Deutschland führt EU-Skala von A bis G ein
Deutschland reformiert seine Energieeffizienzklassen für Gebäude und verabschiedet sich von der bekannten Skala von A+ bis H. Ab Mai 2026 tritt ein strengeres, EU-weites System von A bis G in Kraft, das schärfere Vorschriften und neue Pflichten für Immobilienbesitzer mit sich bringt. Ziel der Änderungen ist es, Gebäude bis 2030 in Richtung Null-Emissionen zu führen.
Das neue Bewertungssystem ersetzt das bisherige GEG-Gesetz durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Nach den aktualisierten Regeln erhalten nur noch Gebäude mit Null-Emissionen die beste Klasse A – ein deutlich höherer Standard als die bisherige A+-Einstufung. Am anderen Ende der Skala wird Klasse G für die 15 % der ineffizientesten Gebäude des Landes gelten.
Energieausweise werden künftig nicht nur bei Neuvermietungen, sondern auch bei der Verlängerung bestehender Mietverträge oder größeren Sanierungen verpflichtend. Eigentümer, die gegen die Vorschriften verstoßen, müssen mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro rechnen. Ältere, nach dem alten System ausgestellte Zertifikate könnten an Glaubwürdigkeit verlieren, sobald die neue Skala Standard wird.
Um Eigentümern die Erfüllung der strengeren Anforderungen zu erleichtern, führt die Regierung einen "Gebäudesanierungspass" ein. Dieses Dokument bietet eine schrittweise Anleitung zur Aufwertung von Immobilien auf höhere Effizienzstufen. Mit Marktfolgen ist ebenfalls zu rechnen: Gebäude mit der Klasse G könnten einen "Braunen Abschlag" erleben, während Spitzenimmobilien der Klasse A an Wert gewinnen dürften.
Bis 2030 müssen alle Neubauten in der EU emissionsfrei sein. Eine schrittweise eingeführte Solarpflicht wird den Umstieg auf erneuerbare Energien im Bausektor zusätzlich vorantreiben.
Der Wechsel zur A-bis-G-Skala bringt sofortige Veränderungen für Vermieter, Mieter und Käufer mit sich. Strengere Regeln, verpflichtende Zertifikate und mögliche finanzielle Sanktionen sollen Sanierungen beschleunigen. Das langfristige Ziel ist ein gebäudebezogener Null-Emissions-Standard in der gesamten EU bis zum Ende des Jahrzehnts.






