Neue Bauvorschriften sollen Wohnungsbau günstiger und flexibler machen
Adem SeidelNeue Bauvorschriften sollen Wohnungsbau günstiger und flexibler machen
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat Änderungen vorgeschlagen, um Baustandards zu vereinfachen und die Baukosten zu senken. Mit der Initiative soll der Druck auf dem Wohnungsmarkt verringert werden, indem flexiblere Vorschriften eingeführt werden. Bundesministerien haben bereits Pläne für ein neues Gebäudetyp-E-Gesetz vorgelegt, das diese Reformen unterstützen soll.
Der NKR strebt an, die Regelungen so zu straffen, dass Bauträger künftig zwischen drei Qualitätsstufen wählen können: Basis, Mittelklasse oder Premium. Laut Entwurf soll der „Basisausführungsstandard“ zur Standardoption werden, wobei Abweichungen nur dann zulässig wären, wenn sie die Qualität verbessern.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) stellten kürzlich die Eckpunkte für den Gebäudetyp-E-Vertrag vor. Dieser würde es Bauherren und Käufern ermöglichen, rechtlich verbindlich auf nicht essentielle Standards zu verzichten – und so die Kosten weiter zu drücken.
Der NKR wird die Regierung bei der Ausarbeitung des neuen Gesetzes beraten. Parallel dazu plant das Justizministerium, in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das Gebäudetyp-E-Gesetz vorzulegen.
Falls die Reformen verabschiedet werden, hätten Baufirmen mehr Spielraum, um Ausgaben zu reduzieren. Der standardmäßige Basisstandard und die flexiblen Aufwertungsmöglichkeiten könnten Wohnungsbauprojekte erschwinglicher machen. Als nächster Schritt steht nun die Finalisierung des Gesetzesentwurfs für die Prüfung an.






