07 June 2026, 06:25

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash in NRW mit Rekordwachstum

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Apartments

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash in NRW mit Rekordwachstum

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – Mönchengladbach als leuchtendes Beispiel

Der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken: Die Fertigstellungen brachen um 9,4 Prozent ein. Doch Mönchengladbach sticht als seltene Ausnahme hervor – die Stadt stemmt sich mit einem deutlichen Anstieg neuer Wohnungen gegen den Trend. Während in ganz Deutschland die Baukosten und Kreditzinsen weiter steigen, erlebt die Stadt einen regelrechten Bauboom.

In Nordrhein-Westfalen wurden 2025 nur noch 37.185 Wohnungen fertiggestellt – so wenige wie seit 2011 nicht mehr. Die Bauquote sank auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und spiegelt damit die allgemeinen Schwierigkeiten der Branche wider. Steigende Kosten verschärfen die Lage: Der Preisindex für Wohnungsbau kletterte Anfang 2025 um 3,2 Prozent. Bundesweit sind die Zinsen für Baufinanzierungen seit 2022 von nahe null auf drei bis vier Prozent gestiegen.

Mönchengladbach hingegen verzeichnete eine bemerkenswerte Wende. Die Stadt vollendete 2025 insgesamt 758 Wohnungen – ein Plus von 188 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt die Stadt 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt und belegt unter den kreisfreien Städten Platz drei. Auch die Baugenehmigungen stiegen um 73,6 Prozent, was auf weiteres Wachstum hindeutet.

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Den Aufschwung leitete die Stadt 2023 mit der Wohnungsbauinitiative ein, für die rund 43 Millionen Euro in das kommunale Wohnungsbauunternehmen WohnBau flossen. 2025 bewilligte Mönchengladbach Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohneinheiten – fast so viel wie im Rekordjahr 2024. Besonders stark stieg die Investition in den sozialen Wohnungsbau: 2025 wurden 274 Prozent des ursprünglichen Haushaltsansatzes von 2024 ausgeschöpft, nach nur fünf Prozent im Jahr 2021.

Mönchengladbachs Wohnungsbauboom hebt sich damit deutlich vom schwächelnden Landesmarkt ab. Trotz steigender Baukosten und höherer Kreditzinsen treiben gezielte Fördermittel und Genehmigungen das Wachstum voran. Während Nordrhein-Westfalen die niedrigsten Bauzahlen seit über einem Jahrzehnt verzeichnet, verzeichnet die Stadt einen markanten Anstieg neuer Wohnungen.

Quelle