Maschinenbau in der Krise: Deutsche Exporte brechen erneut ein
Deutschlands Maschinenbau leidet unter einem weiteren schwierigen Exportjahr
Die Ausfuhren der deutschen Maschinenbaubranche sind zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen – mit gemischten Ergebnissen in den wichtigsten Absatzmärkten. Branchenvertreter fordern nun stärkere politische Unterstützung, um die industrielle Führungsposition des Landes zu sichern.
Die Exporte des Sektors brachen 2023 erneut ein und setzten damit den zweijährigen Abwärtstrend fort. China, einst einer der wichtigsten Abnehmer, verzeichnete den stärksten Rückgang: Die Lieferungen sanken um 24 Prozent auf 760 Millionen Euro. Damit rutschte das Land in der Rangliste hinter Frankreich.
Die USA blieben zwar der größte Exportmarkt für deutsche Maschinenbauer, doch auch dort gingen die Umsätze um 8,1 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück. Gleichzeitig stieg Frankreich zum zweitwichtigsten Abnehmer auf – die Ausfuhren dorthin legten um 6,1 Prozent auf 830 Millionen Euro zu.
Dietrich Birk, Landeschef des VDMA in Baden-Württemberg, nannte zwei Hauptgründe für die Krise: den verschärften Wettbewerb durch chinesische Hersteller und die sich verschlechternden Wirtschaftsbeziehungen über den Atlantik. Beide Faktoren belasten die exportabhängige Branche schwer.
Die Probleme des Maschinenbaus spiegeln die wachsenden Herausforderungen für die deutsche Industrie wider. Die Politik steht nun unter Druck, die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern und die globale Spitzenposition des Landes als Industriestandort zu verteidigen. Ohne Gegenmaßnahmen drohen weitere Exportrückgänge.






