10 June 2026, 00:51

Luftwaffe prüft F-35-Kauf wegen drohender Fähigkeitslücke nach 2035

Luftwaffen-Inspekteur signalisiert Bereitschaft für mehr F-35-Kampfflugzeuge

Luftwaffe prüft F-35-Kauf wegen drohender Fähigkeitslücke nach 2035

Die deutsche Luftwaffe erwägt den zusätzlichen Kauf des US-amerikanischen Kampfflugzeugs F-35. Dieser Schritt folgt auf Verzögerungen beim europäischen Projekt für ein Kampfflugzeug der nächsten Generation. Generalleutnant Holger Neumann, der höchste Offizier der Luftwaffe, warnte vor einer drohenden Fähigkeitslücke, falls nicht bald gehandelt werde.

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Das deutsch-französische FCAS-Projekt, das die Entwicklung eines neuen europäischen Kampfflugzeugs zum Ziel hat, steckt in der Krise. Durch die Rückschläge sieht sich Deutschland gezwungen, seine Optionen neu zu bewerten. Neumann besteht nun darauf, dass ab 2035 nur noch Kampfflugzeuge der fünften Generation beschafft werden sollten.

Der derzeit eingesetzte Eurofighter verfügt nicht über die für moderne Gefechte notwendigen Tarnkappenfähigkeiten – ein gravierender Mangel, wie Neumann betont. Künftige Kampfflugzeuge müssten zudem mit Drohnen zusammenarbeiten und Daten netzwerkübergreifend austauschen können – Bereiche, in denen der F-35 herausragt.

Die Auslieferung der aktuellen Eurofighter an Deutschland endet 2035. Ein europäischer Nachfolger wird voraussichtlich nicht rechtzeitig verfügbar sein, was eine mögliche Lücke entstehen lässt. Der F-35 könnte diese schließen: Er bietet Tarnkappentechnologie, langstreckige Schlagkraft und die Fähigkeit, Ziele tief im feindlichen Gebiet zu treffen.

Die Offenheit der Luftwaffe für weitere F-35 besorgt die Zukunftsfähigkeit der Streitkräfte. Die fortschrittlichen Eigenschaften des Jets könnten die Anforderungen Deutschlands decken, bis eine europäische Alternative bereitsteht. Die endgültige Entscheidung hängt von der Prüfung strategischer Prioritäten durch das Verteidigungsministerium ab.

Quelle