Koreanische Kunst bezaubert beim Avignon-Festival 2024 mit neun spektakulären Werken
Alex FlantzKoreanische Kunst bezaubert beim Avignon-Festival 2024 mit neun spektakulären Werken
Koreanische Darstellende Künste im Rampenlicht des diesjährigen Avignon-Festivals
Die 80. Ausgabe des Festivals hat Koreanisch zur offiziellen Gastsprache ernannt – als erste asiatische Sprache, die diese Ehre erhält. Vom 4. bis 25. Juli präsentiert die Veranstaltung neun Werke von sieben koreanischen Künstler:innen aus den Bereichen Theater, Tanz und Literatur.
Der künstlerische Leiter des Festivals, Tiago Rodrigues, hob die Tiefe und Originalität der koreanischen Darstellenden Künste hervor. Die Auswahl feiere die Kraft und Kreativität der Sprache, so Rodrigues. Erstmals wird damit eine asiatische Sprache im Rahmen des Gastsprachenprogramms des Festivals gewürdigt.
Das koreanische Programm umfasst Theaterstücke, Tanzperformances und szenische Lesungen. Koo Ja-ha zeigt drei Produktionen: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi. Die Tänzerin Sung-im präsentiert 1 Grad Celsius, ein zeitgenössisches Tanzstück zu Umweltfragen. Lee Hye-young leitet eine szenische Lesung von Han Kangs Wir trennen uns nicht.
Weitere eingeladene Werke spannen einen weiten Stilbogen: Lee Kyung-sungs Inselgeschichte, Lee Jin-yeobs Mulji und Lee Jar-rams Schnee, Schnee, Schnee werden neben KIN: Yeonhee Project 1 der Liquid Sound Company aufgeführt. Kuratiert wurde das Programm in Zusammenarbeit mit der Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival.
Das dreiwöchige Festival bietet dem Publikum eine seltene Gelegenheit, zeitgenössische koreanische Kunst zu erleben. Mit neun Produktionen – von etablierten wie aufstrebenden Künstler:innen – soll die Veranstaltung die kulturellen Beziehungen zwischen Frankreich und Südkorea stärken. Die Auswahl spiegelt auch das wachsende globale Interesse an koreanischem künstlerischem Ausdruck wider.






