KNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20 Milliarden Euro Bewertung
Nadeschda PärtzeltKNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20 Milliarden Euro Bewertung
Rüstungskonzern KNDS treibt Pläne für großen Börsengang 2026 voran
Der Rüstungskonzern KNDS strebt eine Notierung an der Börse bis 2026 an und peilt dabei eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an. Damit würde es sich um einen der größten Börsengänge im europäischen Verteidigungssektor seit Jahren handeln. Angesichts starker Umsätze und eines prall gefüllten Auftragsbuchs scheint der Zeitpunkt für Investoren günstig.
Aktuell verzeichnet KNDS einen Jahresumsatz von 3,8 Milliarden Euro und verfügt über einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Um die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen, plant das Unternehmen, seine Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren um das Zwei- bis Dreifache auszubauen.
Die deutsche Bundesregierung hat bis September 2026 vorübergehend die Exportregeln für Rüstungsgüter gelockert, was den Wachstumskurs von KNDS zusätzlich begünstigen könnte. Gleichzeitig zeigt der Markt für Börsengänge im Verteidigungssektor Stärke – jüngste erfolgreiche Notierungen von Unternehmen wie Vincorion und CSG unterstreichen dies.
Obwohl KNDS noch nicht börsennotiert ist, verzeichneten Konkurrenten wie Rheinmetall und Hensoldt deutliche Kurssteigerungen: Rheinmetall legte 2025 um 149 Prozent zu, während Hensoldt ein stetiges Wachstum vorweisen kann. Auch andere europäische Rüstungskonzerne wie Safran waren in ETFs vertreten, die im vergangenen Jahr Renditen von über 37 Prozent erzielten.
Die Börsenpläne von KNDS stehen unabhängig von Verzögerungen beim MGCS-Projekt, das nun erst 2045 realisiert werden soll. Das Unternehmen bekräftigte, den Börsengang wie geplant 2026 durchzuführen – unabhängig vom Zeitplan des Programms.
Sollte KNDS die angestrebte Bewertung von 20 Milliarden Euro erreichen, würde der Börsengang zu den größten im europäischen Verteidigungssektor der jüngeren Geschichte zählen. Der Schritt erfolgt in einer Phase, in der die Branche von hoher Nachfrage, unterstützenden Exportrichtlinien und einem aufnahmefähigen Markt profitiert. Die erweiterte Produktionskapazität und das bestehende Auftragsvolumen werden die Wachstumsstrategie des Unternehmens tragen.






