Junge Union fordert Umverteilung: Rentenbegrenzung soll BAföG und Elterngeld retten
Adem SeidelJunge Union fordert Umverteilung: Rentenbegrenzung soll BAföG und Elterngeld retten
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union (CDU), hat eine Überarbeitung der Haushaltspläne der Regierung gefordert. Sein Argument: Eine Begrenzung der Rentensteigerungen könnte Kürzungen bei BAföG-Studienförderung und Elterngeld verhindern. Sein Vorschlag zielt darauf ab, Milliarden für Bildung und Familienförderung umzuschichten.
Winkel kritisierte die Entscheidung der Regierung, eine geplante Erhöhung der BAföG-Leistungen zu streichen. Auch gegen die geplanten Kürzungen beim Elterngeld sprach er sich aus und warnte, dass diese Familien besonders belasten würden. Als Alternative schlägt er vor, die anstehende Rentenanpassung auf drei Prozent zu begrenzen.
Laut Winkel würde diese Anpassung rund fünf Milliarden Euro freisetzen. Das Geld könnte dann genutzt werden, um die BAföG-Wohnkostenzuschüsse zu erhöhen und die Elterngeldzahlungen zu sichern. Er betonte, dass der Schutz dieser Leistungen Vorrang vor höheren Rentenerhöhungen haben sollte.
Der Junge-Union-Chef rief die Minister auf, ihre Pläne zu überdenken. Eine geringere Rentenanpassung würde seiner Meinung nach Rentner weiterhin angemessen unterstützen, während gleichzeitig wichtige Hilfen für Studierende und junge Eltern gesichert blieben.
Winkels Konzept sieht vor, etwa fünf Milliarden Euro in die Studienförderung und das Elterngeld umzulenken. Die Regierung hat sich zu seinem Vorschlag bisher noch nicht geäußert. Eventuelle Änderungen würden Anpassungen am aktuellen Haushaltsrahmen erfordern.






