Iran-Konflikt verändert Einkaufsverhalten: Discounter wie Aldi boomen, Edeka und Rewe verlieren Kunden
Alex FlantzIran-Konflikt verändert Einkaufsverhalten: Discounter wie Aldi boomen, Edeka und Rewe verlieren Kunden
Der anhaltende Konflikt im Iran wirkt sich bereits auf deutsche Lebensmitteleinzelhändler aus. Innerhalb von nur drei Wochen seit Beginn des Krieges verzeichnen große Handelskette spürbare Veränderungen bei den Kundenbesuchen. Besonders Discounter gewinnen an Boden, da Verbraucher ihr Kaufverhalten anpassen.
Die Daten aus der Kalenderwoche 12 zeigen einen deutlichen Trend: Preisbewusste Supermärkte ziehen mehr Kunden an. Aldi Süd verzeichnete einen Anstieg seines Besucheranteils um einen vollen Prozentpunkt, während Aldi Nord 0,7 Punkte hinzugewann. Diese Zunahmen seien ungewöhnlich, so Maarten Vander Beken von Accurat, der die Entwicklung als beispiellos bezeichnete.
Gleichzeitig kämpfen traditionelle Händler mit Rückgängen. Bei Edeka sanken die Kundenbesuche im Vergleich zur Woche vor Kriegsbeginn um 0,6 Prozentpunkte. Rewe verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang und verlor 0,7 Punkte. Auch Kaufland musste einen kleineren, aber dennoch spürbaren Rückgang von 0,5 Punkten hinnehmen.
Die Veränderungen kommen zu einer Zeit, in der steigende Energiekosten und erwartete Preiserhöhungen die Verbraucher zu günstigeren Alternativen drängen. Ein einziger Prozentpunkt Marktanteil entspricht im deutschen Lebensmittelhandel einem Jahresumsatz von etwa 2 Milliarden Euro – die Verschiebungen sind daher finanziell bedeutend.
Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges zeigen sich nun auch in den Einkaufskörben der Deutschen. Discounter wie Aldi profitieren von preisbewussten Kunden, während größere Ketten mit sinkendem Kundenaufkommen zu kämpfen haben. Der Trend verdeutlicht, wie schnell globale Konflikte lokale Konsummuster verändern können.






