23 March 2026, 04:27

Historischer Machtwechsel in Kempten: Freie Wähler brechen 30-jährige CSU-Ära

Karte von Deutschland mit Bundesländern in Rot und Blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Historischer Machtwechsel in Kempten: Freie Wähler brechen 30-jährige CSU-Ära

Politische Wende in Kempten: Nach 30 Jahren CSU-Herrschaft übernimmt Freie-Wähler-Kandidat das Rathaus

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Nach drei Jahrzehnten ununterbrochener Führung durch die CSU hat sich die politische Landschaft in Kempten grundlegend verändert. Christian Schoch von den Freien Wählern setzte sich in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt mit 55 Prozent der Stimmen durch. Sein Sieg markiert das Ende einer Ära für die langjährige dominierende konservative Kraft in der Stadt.

Die CSU hatte das Kemptener Bürgermeisteramt erstmals 1996 erobert, als Ulrich Netzer den damaligen Amtsinhaber von der SPD besiegte. Netzer regierte 18 Jahre lang, bevor er das Amt 2014 an Thomas Kiechle übergab. Kiechle, Sohn des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle, amtierte zwei Perioden, ehe er nun in der jüngsten Wahl unterlag.

In der Stichwahl entfielen auf Schoch 55 Prozent der Stimmen, während Kiechle auf 45 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent – ein klares, wenn auch nicht überwältigendes Votum. Damit verliert die CSU eine Position, die sie seit Mitte der 1990er-Jahre ohne Unterbrechung innehatte.

Vergleichsdaten zu anderen Städten im Allgäu lagen nicht vor. Der Machtwechsel erfolgt nach fast 30 Jahren prägendem Einfluss der CSU in der Kemptener Kommunalpolitik.

Mit dem Wahlergebnis geht das Bürgermeisteramt an Schoch und die Freien Wähler über. Die Entscheidung beendet die 30-jährige ungebrochene Vorherrschaft der CSU in der Stadtspitze. Schoch wird nun als neuer Oberbürgermeister sein Amt antreten.

Quelle