Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz gefällt, Nadelbäume im Rückgang
Brit PutzMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz gefällt, Nadelbäume im Rückgang
Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern steigt 2025 an
Im Jahr 2025 nahm der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten zu: Insgesamt wurden rund 1,49 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen – ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich war der Zuwachs beim Laubholzeinschlag, der um etwa ein Viertel stieg, während der Nadelholzeinschlag um rund 6 Prozent zurückging.
Der erhöhte Laubholzeinschlag folgte auf die Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024. Seitdem hat sich die Fläche der buchenreichen Wälder in Hessen bis Anfang 2026 um etwa 15 bis 20 Prozent verringert. Dieser Rückgang ist vor allem auf verstärkte Holzentnahmen zurückzuführen, um Borkenkäferbefall einzudämmen und geschädigte Gebiete zu stabilisieren.
Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 stieg der Holzeinschlag um etwa 6 Prozent auf 725.000 Kubikmeter. Der Anstieg war unter anderem auf die Nachwirkungen früherer Hitzewellen und Dürreperioden zurückzuführen, die Buchen langfristig schwächten. Viele beschädigte Bäume wurden entfernt, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und die Erholung der Wälder zu unterstützen.
Nachhaltige Bewirtschaftung im Fokus HessenForst steuert die Holzentnahmen sorgfältig und passt die Arbeiten im Winter an, um den Boden zu schonen, ohne die Holzversorgung zu gefährden. Die Strategie ist Teil eines umfassenderen Waldumbaus, der klimaresilientere, artenreiche Mischwälder fördern soll.
Bis 2026 hatten Dürre, Schädlinge und gezielte Holzentnahmen das Bild der hessischen Wälder spürbar verändert. Die Entwicklung spiegelt sowohl akute Herausforderungen als auch langfristige Anpassungsmaßnahmen wider.
Die Veränderungen in Hessens Wäldern unterstreichen die langfristigen Folgen von Klimastress für die Baumgesundheit. Während der Laubholzeinschlag zunimmt und der Nadelholzeinschlag sinkt, bleibt das Land gefordert, Holzproduktion und Waldresilienz in Einklang zu bringen. Die Anpassungen in der Forstwirtschaft zielen darauf ab, sowohl die Holzversorgung als auch die Ökosystemstabilität für die Zukunft zu sichern.






